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Rücktritt? Skisprung-Ass spricht über seine Zukunft

04.05.2022 13:23
Skispringer Anders Fannemel ist seit 2012 im norwegischen Weltcup-Team
© Tilo Wiedensohler via www.imago-images.de
Skispringer Anders Fannemel ist seit 2012 im norwegischen Weltcup-Team

Anders Fannemel lässt seine Zukunft im Skispringen weiter offen. Nach einem harten Winter möchte der Norweger einen neuen Anlauf wagen. Jedoch äußert das Wintersport-Ass klare Bedingungen.

2015 stellte Anders Fannemel mit einem historischen Sprung über 251,5 Meter einen Skisprung-Rekord auf. Nach einer schweren Knie-Verletzung in 2019 läuft der 30-Jährige aber noch immer seiner Topform vergangener Tage hinterher. Längst wird darüber spekuliert, ob und wie lange Fannemel seine Laufbahn fortsetzen will.

Doch der Norweger möchte vorerst weitermachen. Im Sommer und Herbst soll der Grundstein für eine erfolgreiche Saison gelegt werden. "Ich muss fühlen, dass ich das Level habe, wenn der Winter beginnt", wird Fannemel von "Dagbladet" zitiert.

Der Skandinavier führte aus: "Einen Winter wie den, den ich diesen Winter hatte, das halte ich nicht mehr aus. Hoffentlich bin ich gut genug, um im Weltcup zu springen. Ich hoffe auf einen normalen Anlauf und werde eine Bilanz ziehen müssen, wenn die Saison näher rückt."

Fannemel ist sich dem Konkurrenzkampf im norwegischen Skisprung-Team bewusst. "Ich muss fühlen, dass ich auf einem konstant hohen Niveau springen kann. Ich muss dazu in der Lage sein, mich mit den Besten zu vergleichen - wie mit Halvor Egner Granerud und Marius Lindvik.

Operationen erschweren Skisprung-Erfolge

Knackpunkt bleibt wohl Fannemels Fitnesszustand. Seit seinem Sturz in Wisla vor drei Jahren und einer schweren Knie-Verletzung ist der Skispringer noch nicht wieder der Alte.

"Ich hatte vor Neujahr 2019 drei Operationen", führte Fannemel über seine lange Leidenszeit aus: "Dann hatte ich eine finale Operation im Dezember 2020. Es hat fast zehn Monate gedauert, bevor ich dazu in der Lage war, mein Knie so zu beugen und zu strecken, wie ich das wollte."

Er habe mit "Schmerzen" sowie seiner "Beweglichkeit" gekämpft. In der kommenden Skisprung-Saison soll endlich alles besser werden.