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Heißer Poker um Skisprung-Coach vor dem Ende

04.05.2022 07:43

Acht Jahre betreute der frühere slowenische Skispringer Bine Norcic das US-Team der Männer als Cheftrainer, Ende März gab er seinen Abschied bekannt. Wohin es den von mehreren Top-Verbänden umworbenen Norcic zieht, ist offen. Eine Entscheidung soll zeitnah fallen.

Große Spuren im aktiven Skispringen hinterließ Bine Norcic in seiner Karriere nicht. Ein 16. Platz in Zakopane in der Saison 1999/2000 war sein bestes Einzelresultat im Weltcup. 58. wurde er am Ende jenes Winters im Gesamtweltcup.

Später feierte er noch den einen oder anderen Erfolg im zweitklassigen Continental Cup.

Nach seinem Karriere-Ende betreute er zunächst den slowenischen B-Kader, arbeitete als Privattrainer des mehrmaligen Weltcup-Siegers Jernej Damjan und als Coach der türkischen Skispringer. Seit 2013 leistete Norcic dann Pionierarbeit in den USA, zunächst als Assistenz-, seit 2014 als Cheftrainer. In dieser Funktion war er zusätzlich auch für das kanadische Team zuständig.

Abschied vom US-Skispringen

Doch diese Ära endete mit dem Saisonfinale in Planica Ende März. Norcic gab seinen Abschied vom US-Skispringen bekannt.

"Ich sage Amerika 'Goodbye'. Acht Jahre sind eine lange Zeit", erklärte er gegenüber "siol.net". "Wir haben eine Menge Türen für die Amerikaner geöffnet. Als Team haben wir immer unser bestes gegeben. Es war manchmal schwierig, was die Organisation anging. Aber ich nehme eine Menge Erfahrungen mit, die mir zukünftig in meiner Trainer-Karriere helfen werden."

Damals ließ Norcic noch offen, wo er zukünftig arbeitet. An Angeboten mangelte es ihm aber nicht. Er sei "in Gesprächen" und habe "drei Optionen", verriet der 41-Jährige.

Wechsel nach Japan?

Einem Bericht von "skijumping.pl" zufolge dürfte die Entscheidung über Norcics Zukunft noch in dieser Woche fallen. Demnach erhalte der Slowene einen Trainerposten bei einer der Top-Nationen im Weltcup, als Assistent oder Chefcoach.

Das polnische Portal spekuliert über einen möglichen Wechsel des ehemaligen US-Coaches nach Japan. Dort ist der Cheftrainer-Posten nach dem Ausscheiden von Hideharu Miyahir bislang nur interimistisch mit Masahiko Harada besetzt.

Ist stattdessen bald Bine Norcic für Ryoyu Kobayashi und Co. verantwortlich?