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Skispringen

Skisprung-Ikone Malysz wettert gegen Funktionär

02.05.2022 15:56
Ex-Skispringer Adam Malysz findet deutliche Worte
© Rafal Oleksiewicz via www.imago-images.de
Ex-Skispringer Adam Malysz findet deutliche Worte

Auch während der Saisonpause werden im Skispringen hitzige Personaldebatten geführt. Im Fokus steht dabei einmal mehr Material-Kontrolleur Mika Jukkara. Der Finne bleibt trotz einiger umstrittener Entscheidungen offenbar im Amt. Eine Entscheidung, die bei Wintersport-Legende Adam Malysz für Unverständnis sorgt.

In der vergangenen Skisprung-Saison wurde besonders häufig über das Material diskutiert. Bei den Olympischen Winterspielen in Peking rückte die Thematik während des Mixed-Wettbewerbs in den Mittelpunkt. Neben dem deutschen Team wurden auch Österreich, Japan und Norwegen disqualifiziert und hatten somit keine Chance auf eine Medaille.

Die polnische Skisprung-Mannschaft geriet im Laufe des Winters ebenfalls mit Material-Kontrolleur Mika Jukkara aneinander, wurden mit Piotr Zyla und Stefan Hula beispielsweise zwei polnische Athleten in Willingen aufgrund ihrer Sprungschuhe aus der Wertung genommen.

Wegen seiner strengen Art muss sich Jukkara regelmäßig deutliche Kritik anhören. Nun wetterte Skisprung-Legende Adam Malysz gegen den FIS-Funktionär.

Skisprung-Legende Malysz klagt an

"Ich habe gehört, dass Mika Jukkara angeblich seinen Posten behalten darf. Es wird alle ein bisschen schockieren", polterte der 44-Jährige gegenüber "skijumping.pl". Laut Malysz sei der Kontrolleur "völlig unvorbereitet" auf seine Aufgabe gewesen.

Das Urteil des ehemaligen Vierschanzentournee-Siegers: "Wenn er die Regeln gekannt hätte, wäre es anders gewesen. Er war zu manchen netter, gegenüber anderen hingegen entschlossener", kritisierte Malysz die Kommunikation Jukkaras.

Herren-Weltcup-Direktor Sandro Pertile hatte den Funktionär vor wenigen Wochen hingegen gelobt. "Mika hat in seiner ersten Saison einen unglaublichen Job gemacht", sagte er bei "skijumping.pl". Einige Entscheidungen wären nicht zu "100 Prozent" unter Jukkaras Kontrolle gewesen, fügte Pertile an.