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Endet die Formel-1-Karriere des Pay-Drivers?

Zwei Nachfolger heiß gehandelt: Latifi vor Williams-Aus?

01.05.2022 12:33
Endet die Formel-1-Karriere von Nicholas Latifi nach der Saison 2022
© IMAGO/Foto EIBNER/Thomas Fuessler
Endet die Formel-1-Karriere von Nicholas Latifi nach der Saison 2022

Seit der Saison 2020 ist Nicholas Latifi als Stammfahrer in der Formel 1 unterwegs. Doch die Zeit des Kanadiers in der Königsklasse läuft offenbar ab. Bei Williams sollen sie sich schon nach einem Nachfolger umsehen. Zwei Kandidaten werden dabei besonders heiß gehandelt.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass Nicholas Latifi sein Cockpit in der Königsklasse auch und vor allem dem Vermögen seines Vaters Michael zu verdanken hat. Der Milliardär subventioniert das Formel-1-Abenteuer seines Sohnes mit mehreren Millionen Euro pro Jahr. Allein in dieser Saison sollen 30 Millionen Euro aus seiner Tasche auf das Williams-Firmenkonto fließen. 

Sportlich gerechtfertigt hat Latifi seine Einstellung bislang nicht. 2020 und 2021 wurde er regelmäßig von Teamkollege George Russell deklassiert. Und auch in der aktuellen Saison hatte er gegenüber Alex Albon in allen vier Rennen das Nachsehen. Diese sportliche Bankrotterklärung gibt mittlerweile auch den Williams-Bossen zu denken.

Dass Latifi über die Saison 2022 hinaus im Cockpit des britischen Rennstalls sitzt, wird zunehmend angezweifelt - Papas Millionen hin oder her.

In den letzten Wochen wurden die Gerüchte über eine Latifi-Ablösung zum Saisonende immer lauter. Zwei Namen werden dabei besonders heiß gehandelt: Oscar Piastri und Nyck de Vries.

Alpine-Junior und Supertalent Piastri hoffte schon in dieser Saison auf ein Cockpit, musste sich letztlich aber mit der Rolle des Reservefahrers zufrieden geben. Sein Aufstieg zum Stammpiloten ist in den Augen der meisten Insider allerdings nur eine Frage der Zeit.

"Eines der aktuellsten Paddock-Gerüchte ist, dass Williams an Oscar Piastri interessiert ist", erklärte "Sky Sports"-Experte Ted Kravitz in Imola. Er selbst habe Piastri mit einem Wechsel zu Aston Martin in Verbindung gebracht, "aber da lag ich anscheinend falsch, denn Oscar und Williams schauen mit Blick auf einen Platz im nächsten Jahr auf Williams", sagte der für gewöhnlich gut informierte Journalist.

Er wisse jedoch nicht, ob der junge Australier als Ersatz für Latifi oder Albon infrage komme, ergänzte Kravitz. 

Williams-Plan: Lieber de Vries als Alpine-Leihgabe Piastri?

Der langjährige Formel-1-Reporter Joe Saward ist sich dagegen sicher, dass sich Williams im Fall der Fälle von Latifi und nicht von Albon trennen würde. Das Team sei auf dessen Sponsoren-Millionen nicht mehr so sehr angewiesen und wolle stattdessen zwei konkurrenzfähige Fahrer, schrieb der Journalist in seinem Blog. Williams sei der Überzeugung, gute Rennresultate würden ähnlich viel Geld wie die Sponsoren des Kanadiers in die Kassen spülen.

Gleichzeitig glaubt Saward, dass der Rennstall seinen Fokus eher auf Mercedes-Ersatzfahrer Nyck de Vries richten wird. Der Grund: Williams wolle auf eigene Fahrer bauen, nicht auf Leihgaben von anderen Teams. Genau so eine Leihgabe wäre aber Alpine-Mann Piastri. Mercedes hingegen würde Nyck De Vries bereitwillig ziehen lassen.

Der Niederländer selbst gab sich im Gespräch mit dem Portal "GPFans" noch ahnungslos und sagte über die Williams-Gerüchte: "Das ist neu für mich. Ich habe keine Ahnung, wo ihr das gelesen habt. Aber ich bin sehr neugierig, wo ihr das herhabt, denn ich weiß von nichts."

Aus seinen Ambitionen machte de Vries derweil kein Geheimnis: "Natürlich bleibt die Formel 1 ein Traum. Sie ist ein Traum für jeden jungen Fahrer."