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Voss sieht wichtigen Prozess des Umdenkens im Turnen

21.04.2022 07:58
Turnerin Sarah Voss
© dpa
Turnerin Sarah Voss

Ein Jahr nach ihrem Aufsehen erregenden Auftritt im Ganzkörperanzug sieht Sarah Voss im Turnen ein Umdenken.

"Ich glaube, dass ein Anstoß für Veränderung geschafft ist. Ich gehe aber davon aus, dass es zwar noch ein bisschen Zeit braucht, aber dass man dann bald noch öfter Athletinnen in langen Anzügen sehen wird", sagte Voss im Interview der "Funke Mediengruppe".

Vor einem Jahr sorgte die Kölnerin bei den Europameisterschaften in Basel für Furore, als sie als erste Turnerin auf internationaler Bühne in einem Turnanzug mit langen Armen und Beinen antrat. Bei den Olympischen Spielen in Tokio bekam sie dann zusammen mit ihren Teamkolleginnen wegen ihrer Outfits weltweite Aufmerksamkeit.

"Mit das Wichtigste ist, dass Turnerinnen jetzt offener darüber sprechen können, wenn ihnen etwas nicht behagt. Das Thema Selbstbestimmung ist deutlich in den Vordergrund gerückt. Auch in anderen Sportarten hat sich etwas getan. Wie bei den Beachhandballerinnen, die nicht mehr in Bikini-Shorts antreten wollten", sagte Voss.

Mit ihren langen Anzügen wollten sie ein Zeichen dafür setzen, dass Turnerinnen selber entscheiden können sollten, ob sie in den sonst üblichen knappen Outfits oder im langen Anzug turnen.