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Medvedev und Co. dürfen nicht starten

Medien: Wimbledon schließt Russen aus

20.04.2022 10:19
Der Russe Daniil Medvedev wird in diesem Jahr offenbar nicht in Wimbledon starten dürfen
© Javier Garcia/Shutterstock via www.imago-images.de
Der Russe Daniil Medvedev wird in diesem Jahr offenbar nicht in Wimbledon starten dürfen

Das wichtigste Tennis-Turnier findet 2022 ohne russische Spielerinnen und Spieler statt. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wird der All England Club in Wimbledon Daniil Medvedev, Andrey Rublev und Co. die Teilnahme in diesem Jahr verweigern. Noch unklar ist, ob von dem Startverbot auch belarussische Athleten betroffen sind.

Wie unter anderem die "New York Times" und das Portal "sportico" berichten, findet das Tennis-Turnier in Wimbledon in diesem Jahr ohne russische Spielerinnen und Spieler statt. Dies habe eine anonyme Person, die an den Gespräche zwischen den Verantwortlichen beteiligt war, bestätigt. 

Nach dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine hatte der Tennis-Weltverband zunächst die Teams aus Russland und Belarus von den Mannschaftswettbewerben ausgeschlossen und ein Turnier in Moskau aus dem Kalender gestrichen. Einzelne Spielerinnen und Spieler dürfen auf der WTA- und ATP-Tour aber nach wie vor unter neutraler Flagge starten. Wimbledon ist das erste Turnier, das diese Ausnahmeregel aussetzt.

Noch unklar ist den Berichten zufolge, ob das Startverbot auch Spielerinnen und Spieler aus Belarus betrifft. Eine "sportico"-Anfrage dahingehend ließ der All England Club zunächst unbeantwortet. 

Große Namen könnten Wimbledon verpassen

Betroffen von dem Ausschluss sind unter anderem die russischen Spitzenspieler Daniil Medvedev (Nr. 2 der Weltrangliste) und Andrey Rublev (Nr. 8) bei den Herren sowie Anastasia Pavlyuchenkova (Nr. 15) und Daria Kasatkina (Nr. 26) bei den Damen.

Sollten auch Athleten aus Belarus ausgeschlossen werden, würden in Wimbledon mit Aryna Sabalenka  (Nr. 4) und Victoria Azarenka (Nr. 18) auch zwei Mitfavoritinnen auf den Titel fehlen. 

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Bereits im vergangenen Monat hatte der britische Sportminister Nigel Huddleston erklärt, das Startrecht der russischen Sportlerinnen und Sportler in Wimbledon prüfen zu wollen. Es brauche eine "Versicherung, dass sie keine Unterstützer Putins sind", sagte der Politiker.