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Darts-Star van Gerwen kritisiert "faule" Kollegen

31.03.2022 10:04
Darts-Profi Michael van Gerwen ist wieder in Topform
© IMAGO/Shane Healey
Darts-Profi Michael van Gerwen ist wieder in Topform

Darts-Star Michael van Gerwen hat sein zweijähriges Formtief überwunden und präsentiert sich auf der PDC-Tour inzwischen wieder in Topform. Am vergangenen Wochenende feierte der Niederländer in Niedernhausen seinen nächsten Turniersieg. Dass dabei viele seiner Kollegen fehlten, missfiel dem Weltranglistendritten sichtlich.

Michael van Gerwen ist in der Darts-Szene der Mann der Stunde. Der 32-Jährige führt derzeit nicht nur die Premier League an, sondern präsentiert sich auch sonst in aufsteigender Form.

Am vergangenen Sonntag feierte van Gerwen beim achten Players-Championship-Turnier des Jahres den Sieg. Dabei bezwang MvG im Finale den deutschen Darts-Profi Martin Schindler mit 8:4.

Doch viele Topspieler verzichteten im Vorfeld auf eine Teilnahme in Niedernhausen. So waren mit van Gerwen, James Wade und Gerwyn Price nur drei der acht Premier-League-Starter mit von der Partie. Gary Anderson, Michael Smith, Joe Cullen, Jonny Clayton und Peter Wright gönnten sich hingegen eine Pause.

Ein Umstand, den van Gerwen nicht verstehen konnte. "Gerwyn Price ist hier, James Wade auch, und es gab einige andere Spitzenspieler. Aber die abwesenden Spieler waren offensichtlich der Meinung, dass es sich nicht lohnt, dafür ins Ausland zu reisen. Sie sind ein bisschen faul", wird der dreifache Weltmeister von "Live Darts" zitiert.

"Das letzte Jahr war für mich natürlich eine Katastrophe"

Die jüngsten Erfolge geben van Gerwen derweil neues Selbstvertrauen. "Bei den Buchmachern bin ich aber immer noch der Favorit. Die Leute haben ihre eigene Meinung, aber wenn ich weiter mein Spiel spiele, ist es immer noch schwer, mich zu schlagen, und das wissen sie alle. Sie geben es nicht zu, aber so ist das Leben."

Im Januar 2021 war "Mighty Mike" nach rund sieben Jahren von der Weltranglistenspitze gefallen. "Das letzte Jahr war für mich natürlich eine Katastrophe. Wenn man sich das Ranking-System anschaut, habe ich wegen Covid 200.000 Pfund verloren, und daran kann man nichts ändern. Außerdem wurden mehrere European Tours abgesagt, so dass ich auch dieses Geld nicht verteidigen konnte", resümierte van Gerwen, der den Blick inzwischen aber wieder nach vorne richtet.