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Paralympische Winterspiele 2022

IPC-Präsident lobt "Widerstandsfähigkeit" des ukrainischen Teams

12.03.2022 11:43
Andrew Parson verneigt sich vor ukrainischem Team
© AFP/SID/JOE TOTH
Andrew Parson verneigt sich vor ukrainischem Team

IPC-Präsident Andrew Parsons hat die Leistungen der ukrainischen Mannschaft bei den Paralympics in Peking angesichts des Krieges in der Heimat in den höchsten Tönen gelobt.

"Dass sie hier auf so hohem Niveau antreten, obwohl ihre Familie und ihr Land angegriffen werden, ist einfach unglaublich", sagte der Chef des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) auf der Abschlusspressekonferenz: "Das ist eine der unglaublichsten Demonstrationen von Widerstandsfähigkeit, die ich je in meinem Leben gesehen habe, sei es im oder außerhalb des Sports."

Er könne für die 20 Athletinnen und Athleten nur seine "Bewunderung ausdrücken", führte er aus. Alle Leistungen dieser Mannschaft gingen "über das hinaus, was ich denken kann. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das Gleiche tun könnte, was sie hier tun", so Parsons weiter: "Aber weil sie das Herz eines Sportlers haben, das Herz eines Paralympioniken, sind sie in der Lage, dies zu tun." Weitere Pläne mit dem Team für die Zeit nach den Spielen werde das IPC aus Sicherheitsgründen nicht offenlegen.

Er sehe es als "zwingend notwendig" an, die russische und belarussische Mannschaften doch noch von den Spielen ausgeschlossen zu haben. "Wir mögen es nicht, wenn sich Politik und Sport vermischen, aber wir haben unsere Grenzen. Wir mussten handeln und in gewisser Weise auf unsere Mitglieder hören und im besten Interesse des Fortbestands der Spiele Maßnahmen ergreifen", sagte der 45-Jährige. In einer Kriegssituation sei es "unmöglich, den Sport vom Rest der Welt zu trennen".