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Schach-WM

Schach-Großmeister Karjakin wiederholt Putins Lügen

02.03.2022 13:38
Schach-Großmeister Sergey Karjakin mit dem russischen Verteidungsminister Sergey Shoygu
© Vadim Savitsky
Schach-Großmeister Sergey Karjakin mit dem russischen Verteidungsminister Sergey Shoygu

Schach-Großmeister und Putin-Freund Sergey Karjakin hat den russischen Angriffskrieg in der Ukraine erneut verteidigt und gefeiert. In einem persönlichen Brief bedankte er sich zudem beim russischen Machthaber für die Invasion. Dass seine Worte auf sportlicher Ebene Folgen haben werden, steht jetzt schon fest.

Mit der öffentlichen Befürwortung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine hat sich Großmeister Sergey Karjakin auch auf sportlicher Ebene selbst Schachmatt gesetzt. Der Weltverband FIDE kündigte Untersuchungen gegen den 32-Jährigen an, die wohl zu einem Ausschluss von sämtlichen Schachturnieren führen werden. 

Den selbst ernannten Putin-Freund halten die Ermittlungen und der heftige Gegenwind aus der Schachwelt aber nicht davon ab, weiter gegen die Ukraine zu hetzen und "seinen Präsidenten" für den Einmarsch zu feiern.

Karjakin wiederholt Putins Lügen

In einem persönlichen Brief an Vladimir Putin, den Karjakin in den sozialen Medien veröffentlichte, lobte er den Despoten für dessen Kampf "für die Sicherheit der friedlichen russischen Bevölkerung von Donbass und der Lugansker Volksrepublik". Dazu bezeichnete Karjakin die Ukrainer als Sicherheitsrisiko für ganz Europa und Russland und wiederholte Putins Lügen vom ukrainischen Genozid. 

Für den Weltverband FIDE hatte Karjakin unterdessen nur Hohn und Spott über. Der Verband habe über viele Jahre nur dank des russischen Einflusses existiert, schrieb er nach Bekanntwerden der Ermittlungen gegen seine Person auf Twitter: "Alles wurde von Russland gesponsort." Er würde sich nicht wundern, wenn die FIDE künftig nur noch Kinderturniere veranstalte.


Mehr dazu: Karjakin verteidigt Putin und verhöhnt die Kriegsopfer


Am Dienstag postete der 32-Jährige ein Bild von sich mit Boxhandschuhen und feierte den "Russischen Frühling" - ein Begriff, der stellvertretend für Vladimir Putins Politik der Annexion und schon seit Beginn der Ukraine-Krise von Radikalen aus Russland genutzt wird.