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Freestyler nach Horror-Sturz "froh, das ich noch gehen kann"

20.02.2022 00:25
Gus Kenworthy stürzte im olympischen Halfpipe-Finale schwer
© David G. McIntyre via www.imago-images.de
Gus Kenworthy stürzte im olympischen Halfpipe-Finale schwer

Glück im Unglück für Ski-Freestyler Gus Kenworthy. Im Finale des olympischen Halfpipe-Wettbewerbs stürzte der für Großbritannien startende US-Amerikaner schwer. Am Ende kam er aber mit dem Schrecken davon.

Im allerletzten Wettbewerb seiner Karriere hat Ski-Freestyler Gus Kenworthy bei den Olympischen Spielen in Peking für einen echten Schreckmoment gesorgt. Im zweiten Lauf knallte der 30-Jährige bei einem seiner Sprünge mit voller Wucht und dem Rücken voran auf die Kante der Halfpipe. Die Bilder des Sturzes ließen das Schlimmste vermuten, doch am Ende hatte der Slopestyle-Silbermedaillengewinner von 2014 große Glück im Unglück.

"Das war nicht der Run, den ich eigentlich zeigen wollte", sagte er nach dem Wettkampf, als er auf seinen Horror-Crash angesprochen wurde. Angesichts der schwierigen Bedingungen sei er mit seinem achten Platz am Ende nicht unzufrieden, "aber nach diesem Sturz bin ich froh, dass ich noch gehen kann und in einem Stück heruntergekommen bin."

Für seinen Sturz verantwortlich machte Kenworthy vor allem die schwierigen Bedingungen rund um die Wettkampfstätte in Peking. Besonders der Wind habe ihm große Probleme bereitet, schilderte der für Großbritannien startenden Routinier.

"In unserer Sportart ist der Wind der größte Faktor, den es gibt. Mit unterschiedlichem Schnee kann man klarkommen. Selbst wenn einem der Kurs nicht liegt, gewöhnt man sich an den Schnee. Aber wenn es windig ist, besonders wenn es Böen gibt, gerät es außer Kontrolle und es wird zu einem Glücksspiel", sagte der 30-Jährige nach dem Wettkampf am "Eurosport"-Mikrofon. 

Mit dem Wettkampf in China wird Kenworthy seine lange und erfolgreiche Karriere beenden. "Skifahren bedeutet die Welt für mich. Ich habe mit drei Jahren angefangen. Ich stehe diesem Sport für immer in der Schuld. Ich bin so dankbar, dass ich ein Teil davon sein und an drei Olympischen Spielen teilnehmen konnte", sagte er in seinem Abschieds-Interview.