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Nach Diskussionen um Skandal-Finale von Abu Dhabi

F1-Beben: Neuer FIA-Boss wirft Rennleiter Masi raus!

17.02.2022 14:54

Auch zwei Monate nach dem wohl umstrittensten Saisonfinale der Formel-1-Geschichte kochen die Emotionen immer noch hoch.

Beherrscht wird die öffentliche Diskussion um den Showdown zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton von der Frage, wie der Posten des Renndirektors künftig besetzt werden sollte.

Eine Trennung von Michael Masi, der insbesondere für sein Management der späten Safety-Car-Phase in Abu Dhabi in die Kritik geraten war, stand schon länger im Raum. Nun ist der Australier seinen Aufgabenbereich tatsächlich los.

Am Donnerstag präsentierte FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem die Schlussfolgerungen des Automobil-Weltverbandes nach dem kontroversen WM-Finale der Formel 1. Und diese kommen einer kleinen Revolution gleich: Unter anderem führt die Formel 1 ähnlich wie im Fußball einen Video-Assistenz-Referee (VAR) ein - und der bisherige Rennleiter Michael Masi ist seinen Job los.

Neuer Rennleiter wird, und zwar mit sofortiger Wirkung, nicht mehr nur eine Person sein - Niels Wittich und Eduardo Freitas sollen sich auf der Position von Rennen zu Rennen abwechseln. Ihnen wird FIA-Urgestein Herbie Blash als permanenter Berater zur Seite gestellt.

Masi habe in den vergangenen drei Jahren nach dem Tod seines Vorgängers Charlie Whiting "einen herausfordernden Job" gehabt, unterstrich bin Sulayem. Als Rennleiter war er aber offenbar nicht mehr zu halten. Daher wird ihm jetzt eine neue Aufgabe innerhalb der FIA angeboten.

Rennleiter der Formel 1 künftig nicht mehr im TV zu hören

Darüber hinaus wurde entschieden, dass die bisher im TV ausgestrahlte Kommunikation zwischen Vertretern der Teams und dem Rennleiter abgeschafft wird, "um den Rennleiter vor Druck von außen zu schützen und damit er seine Entscheidungen in Ruhe treffen kann".

Zwar können die Teams, die den Maßnahmen beim Meeting der Formel-1-Kommission am Montag in London einstimmig zugestimmt haben, dem Rennleiter weiterhin Fragen stellen. Die Kommunikation muss in Zukunft aber einem strengen Protokoll folgen.

Der VAR wiederum wird in der Formel 1 so umgesetzt, dass außerhalb der Strecke in den Büros der FIA ein virtueller Race-Control-Raum eingerichtet wird. Die Mitarbeiter dort stehen in direkter Verbindung mit dem Rennleiter und sollen "modernste Technik" einsetzen, um den Rennleiter vor Ort zu unterstützen.

Formel 1: Neuerungen beim Safety-Car

Weiterhin bleibt als Konsequenz aus Abu Dhabi, dass der Prozess, wenn sich Autos hinter dem Safety-Car zurückrunden dürfen, vom Sportlichen Beraterkomitee der Formel 1 evaluiert wird. Ein konkreter Maßnahmenplan soll noch vor Saisonbeginn bei der nächsten Sitzung der Formel-1-Kommission vorgelegt werden.

"Mit diesem Plan ebnet die FIA den Weg in eine neue Ära", sagt bin Sulayem. "Ohne Schiedsrichter gibt es keinen Sport. Respekt und Unterstützung für die Schiedsrichter gehört zur Essenz der FIA. Darum sind diese strukturellen Änderungen entscheidend, um den legitimen Erwartungen von Fahrern, Teams, Herstellern, Veranstaltern und natürlich den Fans gerecht zu werden."

Fahrerwertung

#FahrerTeamPunkte
1NiederlandeMax VerstappenRed Bull Racing341
2MonacoCharles LeclercFerrari237
3MexikoSergio PérezRed Bull Racing235
4GroßbritannienGeorge RussellMercedes-AMG Petronas203
5SpanienCarlos SainzFerrari202
6GroßbritannienLewis HamiltonMercedes-AMG Petronas170
7GroßbritannienLando NorrisMcLaren100
8FrankreichEsteban OconAlpine F1 Team66
9SpanienFernando AlonsoAlpine F1 Team59
10FinnlandValtteri BottasAlfa Romeo F1 Team46
11AustralienDaniel RicciardoMcLaren29
12DeutschlandSebastian VettelAston Martin F1 Team24
13FrankreichPierre GaslyAlphaTauri23
14DänemarkKevin MagnussenHaas F122
15KanadaLance StrollAston Martin F1 Team13
16DeutschlandMick SchumacherHaas F112
17JapanYuki TsunodaAlphaTauri11
18ChinaGuanyu ZhouAlfa Romeo F1 Team6
19ThailandAlex AlbonWilliams Racing4
20NiederlandeNyck de VriesWilliams Racing2
21KanadaNicholas LatifiWilliams Racing0
22DeutschlandNico HülkenbergAston Martin F1 Team0

Abu Dhabi GP 2021

1NiederlandeMax Verstappen1:30:17.345h
2GroßbritannienLewis Hamilton+2.256s
3SpanienCarlos Sainz+5.173s
4JapanYuki Tsunoda+5.692s
5FrankreichPierre Gasly+6.531s
6FinnlandValtteri Bottas+7.463s
7GroßbritannienLando Norris+59.200s
8SpanienFernando Alonso+1:01.708m
9FrankreichEsteban Ocon+1:04.026m
10MonacoCharles Leclerc+1:06.057m

Fahrerwertung