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Peking 2022

Lesser frustriert: "Nehme gar nichts von Olympia mit"

15.02.2022 12:59
Erik Lesser behält die Spiele in Peking nicht in guter Erinnerung
© Oryk HAIST via www.imago-images.de
Erik Lesser behält die Spiele in Peking nicht in guter Erinnerung

Nach seinem letzten Olympiarennen hat Biathlet Erik Lesser seiner Reise nach China überhaupt nichts Positives abgewinnen können.

"Ehrlicherweise muss ich sagen, das ich von den Olympischen Spielen genau gar nichts mitnehme. Weder eine Medaille, noch ein gutes Ergebnis, und eine gute Zeit hatte man hier jetzt auch so begrenzt", sagte der 33-jährige Thüringer nach dem vierten Platz mit der deutschen Staffel am Dienstag.

"Wir haben zwar im Team das Beste daraus gemacht", sagte der zweimalige Weltmeister, der bei seinem einzigen Einzel-Start in Peking im Klassiker über 20 km enttäuschender 67. wurde: "Aber irgendwie beneide ich Arnd Peiffer, der letzte Saison gesagt hat: Tschüssikowski, Peking gebe ich mir nicht mehr." Peiffer, 2018 in Pyeongchang Olympiasieger im Sprint, hatte schon im vergangenen Winter seine Karriere beendet.

Erik Lesser beendet Karriere noch nicht

Lesser hatte bereits angekündigt, bei den Spielen in vier Jahren in Mailand/Cortina d'Ampezzo nicht mehr an den Start zu gehen. Für den abschließenden Massenstart am Freitag hat er sich nicht qualifiziert.

In Pyeongchang hatte Lesser Bronze mit der Staffel geholt, 2014 in Sotschi gewann er Silber im Team sowie im Einzel-Rennen. Er blicke trotz aller Ernüchterung in China "sehr stolz und zufrieden auf meine olympische Karriere" zurück.

Ein sofortiges Karriereende schloss Lesser aber aus. "Bei mir geht es noch weiter. Jetzt will ich erstmal nächste Woche nach Hause, dann liegt nochmal der volle Fokus auf den nächsten drei Weltcups", sagte er: "Da gehe ich von aus, dass ich noch in guter Form sein werde. Das war meistens auch meine Stärke, nach den Höhepunkten weiter Druck zu machen."