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Letzte Abfahrt vor Olympia: Weidle verpasst Podest knapp

29.01.2022 13:13
Kira Weidle wurde in Garmisch Vierte
© GEPA pictures/ Thomas Bachun via www.imago-images.
Kira Weidle wurde in Garmisch Vierte

Skirennläuferin Kira Weidle verpasst bei der Generalprobe für Olympia in Garmisch-Partenkirchen knapp das Podest, findet das aber nicht weiter schlimm.

Kira Weidle warf verärgert die Arme in die Luft und schimpfte, als sie im Ziel abgeschwungen hatte. Und düster war ihre Miene auch dann noch, als sie ein wenig später mit Alpinchef Wolfgang Maier ihre Fehler bei der Generalprobe für die Olympischen Spiele diskutierte.

"Es gab ein paar Dinge, die nicht so funktioniert haben", sagte die WM-Zweite, befand mit einem Lächeln aber auch: "Es gibt definitiv wichtigere Rennen, wo man auf dem Podest stehen will."

Das Podest verfehlte Weidle bei der letzten Weltcup-Abfahrt vor Peking um 0,04 Sekunden, "das ist jetzt nicht dramatisch" versicherte die 25-Jährige gelassen, denn: "Es kommen ja noch andere Rennen."

Genau genommen die Olympia-Abfahrt am 15. Februar im Alpinzentrum Yanqing nördlich von Peking, wo lediglich auf den Pisten (Kunst)Schnee liegt. "Das Ziel ist klar für Olympia", betonte Weidle - ein Platz auf dem Podest soll es dann schon sein.

Suter sendet kurz vor Olympia ein Ausrufezeichen

Als erste Anwärterin auf eine Medaille positionierte sich Corinne Suter: Die Weltmeisterin aus der Schweiz siegte deutlich vor ihrer Mannschaftskollegin Jasmine Flury (+0,51 Sekunden), Rang drei belegte die Österreicherin Cornelia Hütter (+0,78).

"Da drüben" in Peking aber, da "kann alles passieren", erwähnte Weidle - und ergänzte spitzbübisch: "Bei der WM hat man schon gesehen, dass ich das Timing", also zum Höhepunkt in Form zu kommen, "mittlerweile ganz gut raus habe."

Das letzten Weltcup-Rennen vor Peking - am Sonntag folgt noch ein Super-G - sind ohnehin nur zum Teil aussagekräftig. So fehlt in Garmisch Sofia Goggia, Weltcup-Dominatorin und Olympiasiegerin: Die Italienerin kämpft nach einem kapitalen Sturz am vergangenen Wochenende in Cortina d'Ampezzo, bei dem sie unter anderem eine Fraktur des linken Wadenbeins sowie einen Anriss des Kreuzbandes im linken Knie erlitt, derzeit um ihre Teilnahme in Peking.

Milde Temperaturen bereiten Weidle Probleme

Auf der Kandahar fehlte auch die Schweizer Doppel-Weltmeisterin Lara Gut, die Weidle vor zwei Wochen in Zauchensee den ersten Weltcup-Sieg ihrer Karriere weggeschnappt hatte. Sie oder auch Mikaela Shiffrin (USA) verzichteten auf Starts in Garmisch, um sich auf die ersten Wettbewerbe in Peking vorzubereiten: Die Frauen beginnen dort am 7. Februar mit dem Riesenslalom. Am Tag zuvor steigen die Männer mit der Abfahrt in den Kampf um Medaillen ein.

In Peking will sich Weidle dann auch nicht von den warmen Temperaturen, wie am Samstag in Garmisch aus dem Konzept bringen lassen. "Wenn es Plusgrade hat, ist eine leicht schmierige Schicht obendrauf, und dann bin ich nicht mehr ganz selbstbewusst auf dem Ski", erklärte Weidle, stellte aber zugleich fest: "In China soll es ja 20 Grad kälter sein."

Tatsächlich waren es am Samstag in Yanqing minus fünf Grad - immerhin rund zehn weniger als in Garmisch.

Garmisch 2021/2022

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