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Vereinigungskampf gegen Usyk muss weiter warten

Offiziell: Fury-Fight steht - Vorwürfe aus Joshua-Lager

29.01.2022 11:07
Box-Weltmeister Tyson Fury verteidigt seinen WBC-Titel gegen Dillian Whyte
© Chris Farina via www.imago-images.de
Box-Weltmeister Tyson Fury verteidigt seinen WBC-Titel gegen Dillian Whyte

Vorerst kein Mega-Fight gegen Oleksandr Usyk: Wie der Boxverband WBC am Freitagabend bestätigte, wird Schwergewichts-Weltmeister Tyson Fury seinen Titel als nächstes gegen Dillian Whyte verteidigen. Das Lager von Anthony Joshua reagiert ungehalten.

Wann und wo genau der nächste Kampf von WBC-Weltmeister Tyson Fury stattfindet, steht zwar noch nicht fest. Seit Freitag ist aber klar: Gegner des "Gypsy King" wird WBC-Pflichtherausforderer Dillian Whyte sein.

Steigen wird der Kampf aller Voraussicht nach Ende April auf britischem Boden. London und Cardiff sind die Favoriten auf die Austragung, offiziell zu Papier gebracht werden die letzten Details aber erst in der kommenden Woche. 

Bereits bekannt ist, dass es der am höchsten dotierte Kampf der WBC-Geschichte sein wird. Fury-Promoter Frank Warren und "Queensberry Promotions" sicherten sich beim Wettbieten den Zuschlag und sorgen für eine Kampf-Börse in Höhe von 41 Millionen US-Dollar (ca. 37 Mio. Euro).

Aufgeteilt wird die Summe Berichten zufolge 80:20 zu Gunsten Furys. Whyte bestand ursprünglich auf einen größeren Anteil, da die Börse aber derart hoch ausfiel, gab er sich letztlich mit 20 Prozent zufrieden. Zudem gehen zehn Prozent der Gesamtsumme noch an den Sieger des Kampfes. Whyte winken also noch mal knapp vier Millionen Euro mehr, wenn er den Champion bezwingt.

Whyte gilt neben den "großen Vier" (Fury, Usyk, Joshua, Wilder) seit Jahren als einer der besten Schwergewichtler. Seine bisher einzigen beiden Profi-Pleiten kassierte der 33-Jährige gegen Anthony Joshua und Alexander Povetkin. Den beiden Niederlagen stehen insgesamt 28 Siege (19 durch K.o.) gegenüber. Für Whyte ist der Kampf gegen Fury gleichzeitig seine erste Chance auf einen der großen WM-Titel. 

Hearn: Fury wollte nicht gegen Usyk kämpfen

Eddie Hearn, Promoter von Whyte und auch Anthony Joshua, hat derweil am Freitag durchblicken lassen, dass der Kampf Fury vs. Whyte im Grunde die einzige Option war, denn: "Tyson wollte nicht direkt gegen Oleksandr Usyk kämpfen, er wollte noch einen Kampf dazwischen schieben." Dadurch wären aber alle Pläne für einen Vereinigungskampf über den Haufen geworfen worden, erklärte Hearn in einer Medienrunde. 

Der Plan, dem Joshua offenbar auch zugestimmt hätte, sah laut Hearn ganz simpel aus: "Der Gewinner aus Fury vs. Usyk kämpft gegen Joshua." Wären in der Zwischenzeit aber noch andere Kämpfe vereinbart worden, "hätte das eineinhalb, zwei Jahre gedauert", erklärte Hearn, dass es letztlich Tyson Fury war, der dafür sorgte, dass der Mega-Fight gegen Usyk platzte.