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Schumi-Sohn weiter mit Mazepin "gleichgestellt"

Steiner: Mick Schumacher nicht die Nummer 1 bei Haas

28.01.2022 17:03

Mick Schumacher geht auch in der kommenden Saison nicht mit einem Nummer-1-Status für Haas in der Formel 1 an den Start. Gleiches gilt aber auch für seinen Stallrivalen Nikita Mazepin, wie Teamchef Günther Steiner im "RTL/ntv"-Interview betont. Für 2022 hat Steiner vor allem einen großen Wunsch.

2022 kann für das US-Team Haas, in dem Mick Schumacher und Nikita Mazepin schon ihre Rookie-Saison in der Formel 1 verbrachten, eigentlich nur besser werden. Wobei man das Wort "eigentlich" streichen muss.

So gut wie bei jedem Grand Prix fuhren die beiden Piloten um die letzten Plätze – meist mit dem besseren Ende für Schumi jr. Der Deutsche war seinem russischen Rivalen in der Regel deutlich überlegen, sowohl in Qualifikation als auch im Rennen.

Ein Nummer-1-Status für den 22-Jährigen lässt sich daraus allerdings nicht ableiten, Teamchef Günter Steiner erteilt einer festgelegten Hierarchie eine klare Absage. "Beide Fahrer sind gleichgestellt. Das müssen sie auf der Strecke erkämpfen", sagt er deutlich in Richtung der beiden Piloten und fügt einen Wink mit dem Zaunpfahl hinterher: "Wer im Qualifying vorne steht, der hat meiner Meinung nach im Rennen in der Strategie immer einen Vorteil. Du machst dich selbst zur Nummer 1, das muss nicht ich machen."

Für Schumacher und Mazepin ist das nichts Neues. Schon in ihrem "Lehrjahr", wie es Steiner oft bezeichnete, gab es keinen Platzhirsch im Team.

Im zweiten Jahr aber werden die Erwartungen steigen, macht Steiner deutlich. "Ich bin überzeugt, dass beide Fahrer viel gelernt haben. Und nun bereit sind mitzukämpfen", sagt der Südtiroler. Er erwarte, dass Schumacher nun "mitfahren kann". Denn bislang wisse man gar nicht so richtig, wo seine Schützlinge im Vergleich zum Rest des Feldes überhaupt stehen. Zu schlecht war der Renner im vergangenen Jahr. Mit den vielen neuen Regeln und dem neuen Look der Autos bietet sich daher jetzt für den Rennstall die große Chance, den Anschluss an die Mittelfeld-Teams zu schaffen - oder zumindest an diese heranzurobben.

Steiner hofft auf weniger Kleinholz

Da hilft es sicher auch, wenn Schumacher und Mazepin weniger Kleinholz produzieren und durch Unfälle das Budget weniger belasten – so die Hoffnung. Denn: "Je mehr du verschleißt, desto weniger kannst du entwickeln", rechnet Steiner vor. Zumal das Budget in diesem Jahr fünf Millionen Dollar weniger beträgt. Im neuen Wagen, der Anfang Februar noch vor Aston Martin (10.2.) präsentiert werden soll, droht den Fahrern zunächst ein Ritt auf der Rasierklinge. "Sie müssen das Limit finden am Auto und nicht drüber gehen", so Steiner. Aber: Um das Limit zu finden, müsse man auch ein paar Mal drüber gehen. Was wiederum die Kleinholz-Gefahr steigert.

Schumacher steckt unterdessen mitten in der Vorbereitung auf sein zweites Jahr. Sein Teamchef gesteht, dass er in dieser Phase eher wenig Kontakt zu Schumi jr. hat. "Mick ist selbstständig, der braucht das nicht."

Das Vertrauen ist riesig. "Er ist im besten Umfeld für einen Rennfahrer aufgewachsen - mit seinem Vater. Es gibt nichts Besseres als mit Michael Schumacher aufzuwachsen. Dass du weißt, was du tun musst, um erfolgreich zu sein. Ich bin sicher, dass er voll motiviert zurückkommt", so Steiner.

Mick "Stiernacken" Schumacher - Steiner bekommt Angst

An der professionellen Einstellung Schumachers gibt es ohnehin keine Zweifel. Über den Winter schaute er auch immer wieder in Italien vorbei, hörte sich bei den Technikern um. Nebenbei stählte er seinen Körper, insbesondere die Nackenmuskulatur. "Er weiß genau, was er braucht. Er ist so clever, dass er das weiß. Er hat einen super Trainer, der ihm sagt wie weit er gehen muss", sagt Steiner.

Angesprochen auf den fitten Zustand und den sich andeutenden Stiernacken Schumachers reagiert der Teamboss mit einem Grinsen. Er habe ihn eine Zeitlang nicht gesehen, "jetzt kriege ich direkt Angst, wenn Sie sagen er hat einen dicken Hals. Was kommt denn da auf mich zu?"

Wenn's gut läuft, kommen mit dem fitten Schumacher bessere GP-Platzierungen und möglicherweise ja auch die ersten Zähler seit 2020 auf Steiner zu. Die Hoffnung ist jedenfalls da, "wieder nach vorne" zu kommen.

Und welche Platzierung soll am Ende für das Team konkret rauskommen? Auf eine Zahl festlegen will er sich nicht, das habe er noch nie, beteuert Steiner. Aber die Sehnsucht nach Punkten und dem Weiterreichen der Roten Laterne ist spürbar groß. "Ich wäre überglücklich, wenn wir im Mittelfeld sind."

Felix Görner und Emmanuel Schneider

© RTL

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