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"Das ist natürlich eine besorgniserregende Situation"

Biathlon-Stars in Sorge: Wierer und Co. fürchten Corona-GAU

26.01.2022 19:39

Als wäre die Belastung rund um die Olympischen Spiele für Sportlerinnen und Sportler nicht schon groß genug, wächst in diesen Tagen auch die Sorge vor einer möglichen Corona-Infektion, die alle Medaillen-Träume schon vor dem ersten Start platzen lassen könnte. 

Klar ist: Wer sich jetzt, wenige Tage vor dem Start der Olympischen Spiele, mit dem Corona-Virus infiziert, wird auf die Reise nach Peking wohl oder übel verzichten müssten. Im besten Fall reicht es für eine spätere Anreise direkt aus der Quarantäne. Eine Vorbereitung, die alles andere als ideal ist.

Die Sorgen vor einer Infektion sind dementsprechend allgegenwärtig. So unter anderem bei Biathlon-Superstar Dorothea Wierer, die im Gespräch mit der Zeitung "Corriere dello Sport" sagte: "Man lebt schon ein bisschen mit der Angst, weil man nicht weiß, wie man sich bewegen soll. Theoretisch müsste ich mich einschließen, niemanden sehen und nicht rausgehen."

Damit sie zumindest mit ihrem Ehemann Stefano in diesen Tagen sorgenfrei unter einem Dach wohnen kann, hat dieser einige Maßnahmen ergriffen.

"Um bei mir zu sein, hat er in der letzten Woche niemanden getroffen und sich fünf Tage frei genommen. Sonst wäre es noch härter gewesen, denn wir hätten uns sieben Wochen am Stück nicht gesehen", schilderte die Italienerin. 

"Das ist natürlich eine besorgniserregende Situation"

Auch die Schwedin Stina Nilsson berichtet von großen Bedenken bezüglich einer Corona-Infektion. "Wir haben alles getan, um uns nicht zu infizieren, aber je näher Peking rückt, desto nervöser werde ich", sagte sie der Zeitung "Expressen".

Der schwedische Freestyler Ludvig Fjällström sprach gar von "Angst" und meinte: "Es steht viel auf dem Spiel. Vor allem die Reise macht mir Sorgen, weil ich auf viele Menschen treffe. Wenn wir erstmal da sind, wird alles leichter. Dort ist es wahrscheinlich sicherer als hier."

Zwar hat Peking die Vorschriften mittlerweile gelockert, sodass auch jetzt noch infizierte Sportlerinnen und Sportler theoretisch auf eine Teilnahme hoffen können. "Aber wenn du jetzt positiv getestet wirst, ist Olympia im Eimer. Das ist natürlich eine besorgniserregende Situation", sagte Schwedens große Biathlon-Hoffnung Sebastian Samuelsson. 

Deutschlands Biathlet Erik Lesser äußerte sich zuletzt ähnlich besorgt und erklärte, dass es die Corona-Situation "auch nicht einfacher macht, Vorfreude zu entwickeln. Man hat sich zwar qualifiziert und die Olympia-Kleidung abgeholt, aber jetzt kommen die wichtigen Tage, in denen wir uns nicht anstecken dürfen und die zwischenmenschlichen Kontakte noch einmal auf den Prüfstand stellen, damit wir gesund und Corona-negativ bleiben."