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Promoter heizen Gerüchte an

Sensations-Kampf Fury vs. Usyk rückt näher

26.01.2022 15:11
Anthony Joshua wurde im ersten Duell böse von Oleksandr Usyk verprügelt
© Dave Shopland/Shutterstock via www.imago-images.de
Anthony Joshua wurde im ersten Duell böse von Oleksandr Usyk verprügelt

Verzichtet Ex-Schwergewichts-Champion Anthony Joshua auf einen Rückkampf gegen Oleksandr Usyk und macht somit den Weg frei für ein Duell des Ukrainers gegen Tyson Fury? Joshua selbst sagt: Nein! Zwei direkt beteiligte Promoter meinen: Vielleicht! Fury poltert derweil: "Ihr seid alle Penner!"

Ein Bericht des "Telegraph" versetzte die Box-Welt in dieser Woche in helle Aufregung. Die Zeitung berichtete, dass Anthony Joshua auf den Rückkampf gegen Oleksandr Usyk verzichten und den Weg für einen großen Titel-Vereinigungskampf zwischen dem Ukrainer und Tyson Fury freimachen würde. 15 Millionen Pfund soll der Verzicht in Joshuas Kassen spülen.

"AJ" selbst dementierte den Bericht zwar umgehend, doch mit Alexander Krassyuk (Usyk) und Eddie Hearn (Joshua) feuerten nun zwei Promoter die Gerüchte zusätzlich an.

"Wir haben einige Angebote und Optionen zu besprechen", meinte Hearn gegenüber "Sky Sports" und ließ damit Raum für Spekulationen. Sollte sein Schützling keinesfalls zur Seite treten, hätte er dies klar kommunizieren können. So aber scheint ein Rückzug Joshuas tatsächlich möglich.

Und auch Krassyuk gab sich mit Blick auf ein Duell Usyks gegen Joshua plötzlich sehr zurückhaltend. "Ich weiß nicht, ob Joshua das Geld geboten wurde. Oder, ob er es angenommen hat. Der 'Telegraph' sagt, er hat es angenommen. Das wäre in meinen Augen eine nachvollziehbare Entscheidung", ließ Krassyuk im Gespräch mit "Boxing Social" ebenfalls Raum für Spekulationen. 

Usyk-Promoter: Deshalb sollte Joshua das Angebot annehmen 

Warum Joshua auf einen direkten Rückkampf gegen Usyk verzichten sollte, liegt für Krassyuk auf der Hand. "Sagen wir, er kämpft als nächstes gegen Usyk. Würde er dann mehr verdienen [als 15 Mio. Pfund]? Vielleicht. Wäre dieser Kampf ein Risiko für ihn? Auf jeden Fall. Wenn er ein zweites Mal verlieren würde, gäbe es viele Fragen bezüglich seiner Zukunft", erklärte der Promoter des Champions. 

Sollte Joshua dagegen auf den Kampf verzichten und das Geld annehmen, "hätte er die Garantie, als nächstes gegen den Gewinner aus Fury vs. Usyk kämpfen zu können. Dann würde er dieses Geld und die Chance auf alle Titel bekommen. Das hätte viele Vorteile für ihn. Wenn ich 'AJ' wäre, würde ich ganz genau über dieses Angebot nachdenken", meinte Krassyuk.

"... dann gibt es keine großen Hürden mehr"

Anschließend gab Usyks Promoter auch noch zu, über das Szenario eines Joshua-Rückzugs schon intensiv nachgedacht zu haben. "Wenn das Geld stimmt und Joshua die Garantie bekommt, gegen den Gewinner kämpfen zu können, gibt es keine großen Hürden mehr. Aber da gibt es noch einen Mann, der in diesem Film eine Rolle spielt, und das ist [Fury-Herausforderer] Dillian Whyte. Auch er muss mit den Bedingungen einverstanden sein", gab Krassyuk zu bedenken. 

Klar ist für den Promoter des Champions: Je mehr Parteien einem Deal zustimmen müssen, desto komplizierter wird es. "Trotzdem gibt es noch die Chance, dass alle einverstanden sind und wir einen Vereinigungskampf bekommen. Noch sind es aber nur Worte. Wir denken darüber nach, wir gehen davon aus, dass es klappen könnte, aber wir haben keine Garantie, dass es auch passieren wird. Und so lange es keine Sicherheit gibt, bleibt unsere erste Option ein zweiter Kampf zwischen Usyk und Joshua."

Tyson Fury: "Ich werde euch alle erniedrigen und zerstören"

Auch Tyson Fury hat natürlich längst Wind von der ganzen Geschichte bekommen. In einer ganzen Reihe von Instagram-Videos hat der "Gypsy King" seinen Senf in den vergangenen Stunden abgegeben. 

"Lasst uns endlich kämpfen, ihr verdammten Idioten. Ihr seid alle Penner, ihr Waschlappen. Kämpft oder stellt einen Kampf auf die Beine. Ihr Scheißhaus-Bomben. Mir ist egal, gegen wen ich kämpfe. Ich werde euch alle erniedrigen und zerstören", polterte Fury in gewohnter Manier gegen seine drei Mitstreiter.