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"Wir sind klug vorgegangen"

Albon plaudert aus: So plante Red Bull 2021

17.01.2022 10:50
Alexander Albon weiß um den Spagat, den Red Bull 2021 leisten musste
© MST
Alexander Albon weiß um den Spagat, den Red Bull 2021 leisten musste

Den Formel-1-Titelkampf 2021 konnte Red Bull mit Max Verstappen für sich entscheiden. Um Mercedes bis zum Schluss herauszufordern, musste das Team allerdings mehr in die Entwicklung des RB16B investieren, worunter der Fokus auf 2022 zuweilen auch schon mal litt, wie Alexander Albon zugibt.

"Ich habe 50 Prozent auf das Auto für 2021 verwendet und 50 Prozent auf das Auto für das nächste Jahr", sagt der Thailänder, der bei Red Bull als Test- und Ersatzfahrer fungierte.

"Aber als die Meisterschaft immer näher rückte, haben wir aufgehört, uns auf das nächstjährige Auto zu konzentrieren und uns mehr auf das diesjährige Auto konzentriert. Vor allem bei den letzten beiden Rennen in Dschidda und Abu Dhabi haben wir uns etwas mehr angestrengt als sonst, und ja, es hat gut funktioniert."

Auf die Frage, ob das dem Team mit Blick auf die kommende Saison und die neuen Regeln schaden könnte, sagt Albon: "In mancher Hinsicht muss man in der Meisterschaft nur kurzfristig denken. Wenn man zu Beginn der Saison das Auto hat, um die Meisterschaft zu gewinnen, muss man alles auf eine Karte setzen."

Gleichzeitig betont der 25-Jährige, der 2022 für Williams antreten wird, dass Red Bull "auch viel Zeit auf das Auto für dieses Jahr verwendet" habe. "Es ist nicht so, dass wir alles fallen gelassen haben, um uns auf das vergangene Jahr zu konzentrieren."

"Wir sind klug vorgegangen, und Red Bull war in der Vergangenheit immer gut darin, sich mit Adrian (Newey; Anm. d. R.) und den Aerodynamikern an die Regularien anzupassen. In dieser Hinsicht waren sie schon immer clever, also glaube ich nicht, dass sie nächstes Jahr in einer schlechten Position sein werden."

Ähnlich äußerte sich Red-Bull-Teamchef Christian Horner, der wegen des intensiven Titelkampfs 2021 für dieses Jahr keinen großen Nachteil erwartet. "Ich glaube, dass wir alle wussten, dass die großen Regeländerungen 2022 kommen werden und wir unsere Ressourcen entsprechend angepasst haben", so der Brite.

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