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Torgigant Haaland und Kopfballungeheuer Meunier furios

BVB schießt Freiburg aus dem Stadion

14.01.2022 22:25

Borussia Dortmund hat dank Torgigant Erling Haaland und Kopfballungeheuer Thomas Meunier Bayern München mächtig unter Druck gesetzt.

Die Mannschaft von Trainer Marco Rose gewann nach je zwei Treffern des Norwegers und des Belgiers zum Auftakt des 19. Spieltages das Topspiel gegen den SC Freiburg souverän mit 5:1 (3:0) und verkürzte den Rückstand auf den Spitzenreiter auf drei Punkte. Die Bayern gastieren am Samstag (15:30 Uhr/Sky) beim formstarken 1. FC Köln.

"Letztes Jahr haben wir noch darüber geredet, dass die Bundesliga langweilig wird - und das zurecht, weil wir nicht auf Augenhöhe waren. Jetzt sind wir auf drei Punkte ran", sagte BVB-Trainer Marco Rose bei "DAZN": "Wir sagen immer, dass wir gerne die Schale nach Dortmund holen wollen. Aber die Bayern spielen eine hervorragende Saison und schenken wenig her. Es geht darum, dass wir uns um uns kümmern."

Meunier sorgte bei seinem ersten Bundesliga-Doppelpack per Kopf (13., 29.) schnell für klare Verhältnisse, wurde kurz vor Spielende aber angeschlagen ausgewechselt. Haaland (45./75.) legte nach und verhinderte damit, dass er erstmals in drei Ligaspielen in Folge ohne Treffer blieb. Mahmoud Dahoud (86.) setzte den Schlusspunkt.

"Wir haben heute ein sehr gutes Spiel gemacht. Wenn es läuft, macht es Spaß", sagte Dahoud bei "DAZN". Teamkollege Julian Brandt schielte da bereits auf die Tabelle: "Wir wollten heute vorlegen, das haben wir geschafft. Wir wollen in der Bundesliga weiter Punkte sammeln."

Den lange Zeit enttäuschenden Freiburgern droht nun der Verlust des Champions-League-Platzes - daran änderte auch der Treffer von Ermedin Demirovic (61.) nichts.

BVB in Durchgang eins klar überlegen

Rose setzte auf die Startelf vom Comeback-Sieg bei Eintracht Frankfurt (3:2), nachdem sich der angeschlagene Linksverteidiger Raphael Guerreiro rechtzeitig fit gemeldet hatte. Vor den zugelassenen 750 Zuschauern dominierten die Gastgeber die Begegnung von Beginn an. Jude Bellingham verpasste eine Haaland-Hereingabe nur knapp (5.).

Der BVB ließ den Ball geduldig durch die eigenen Reihen laufen. Die Gäste, die zuletzt im Oktober 2001 in Dortmund gewonnen hatten, schauten meist nur zu. Der SC schenkte die Bälle viel zu schnell her. Ersatztorhüter Benjamin Uphoff war wie schon in der Vorwoche gegen Arminia Bielefeld (2:2) ein Unsicherheitsfaktor.

Die Führung des DFB-Pokalsiegers war die logische Konsequenz der Überlegenheit. Nach einer Ecke von Julian Brandt übersprang Außenverteidiger Meunier seine Gegenspieler und nickte im Stile eines Mittelstürmers ein.

Freiburg fand auch nach dem Rückstand keine Antwort, die zuletzt kritisierte BVB-Defensive hatte alles sicher im Griff. Nach einer weiteren Ecke von Brandt erhöhte Meunier. Dabei waren im bisherigen Saisonverlauf die Breisgauer die Standard-Spezialisten. Die Mannschaft von Trainer Christian Streich erzielte in den ersten 18 Spielen bemerkenswerte 16 Treffer nach einem ruhenden Ball.

Dahoud krönt starke Leistung mit Treffer

Der BVB gewann immer mehr an Sicherheit, bei den Gästen wurde Abwehrchef Nico Schlotterbeck (Corona) schmerzlich vermisst. Haaland nutzte die Lücken in der SC-Deckung nach Pass von Bellingham eiskalt.

Streich reagierte auf den dürftigen Auftritt vor der Pause (ein Torschuss, keine Chance) mit einem Doppelwechsel. Bei den Gastgebern ersetzte Manuel Akanji bei seinem Comeback nach Knie-OP den angeschlagenen Emre Can im zweiten Durchgang.

Freiburg verstärkte angesichts des deutlichen Rückstands seine Offensivbemühungen. Dortmund blieb durch Dahoud (49.), Donyell Malen (52.) und Haaland (53.) aber gefährlich.

Freiburg verkürzte mit seiner ersten Möglichkeit durch den eingewechselten Demirovic. BVB-Schlussmann Gregor Kobel hatte zuvor einen Schuss von Roland Sallai nach vorne abprallen lassen. Freiburg schöpfte dadurch neuen Mut, der BVB verlor etwas von seiner Souveränität. Haalands 55. Ligatreffer im 56. Spiel nach starker Dahoud-Vorarbeit stellte aber den alten Abstand wieder her, ehe Dahoud seine starke Leistung krönte.

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