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In Dortmund ohne Chance, bei Chelsea auf dem Wunschzettel?

Hat der BVB bei Sergio Gómez einen Riesenfehler gemacht?

14.01.2022 17:44

Sergio Gómez erlebt beim RSC Anderlecht einen echten Höhenflug. Dabei ist der Linksverteidiger nicht der erste ehemalige Spieler von Borussia Dortmund, der erst nach seiner Zeit beim BVB seinen Durchbruch feiert. Lassen die Schwarz-Gelben ihre Talente also zu früh ziehen?

Gerade einmal drei Profispiele absolvierte Sergio Gómez während seines Aufenthalts bei Borussia Dortmund. Dabei galt der Spanier bei den Westfalen zunächst als großer Hoffnungsträger für die Zukunft. "Sergio Gómez ist weltweit zweifellos einer der stärksten Spieler seines Jahrgangs", pries Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc den Außenverteidiger nach dessen Wechsel vom FC Barcelona zum BVB im Januar 2018 an.

Allerdings kam Gómez beim Revierklub nie über den Status des Perspektivspielers hinaus und musste sich primär mit Einsätzen in der Dortmunder U19- sowie U23-Mannschaft begnügen.

Um dem Linksfuß mehr Spielpraxis zu verschaffen, verlieh der BVB Gómez von 2019 bis 2021 zum spanischen Klub SD Huesca.

Gómez blüht unter Trainer Kompany auf

Beim Verein aus Aragonien gehörte der ehemalige U19-Europameister zum Stammpersonal und hatte somit einen nicht geringen Anteil am Aufstieg in die Primera División im Jahr 2020. Auch in Spaniens höchster Spielklasse kam Gómez in der Folgesaison auf 29 Einsätze.

Doch anstatt dem inzwischen 21-Jährigen eine neue Chance zu geben, entschied sich der BVB im vergangenen Sommer zum Verkauf und gab Gómez für 2,25 Millionen Euro an den RSC Anderlecht ab. Beim belgischen Erstligisten zählt der Abwehrspieler zu den Leistungsträgern, was ein Blick auf die Statistiken bestätigt. So steuerte Gómez in 21 Ligaspielen bereits fünf Tore sowie elf Vorlagen bei und ist im Team von Trainer Vincent Kompany eine echte Stütze.

Durch seine überzeugenden Auftritte hat sich der Ex-Dortmunder offenbar wieder in den Fokus großer Vereine gespielt. Wie "TEAMtalk" berichtet, ist der FC Chelsea an Gómez' Diensten interessiert.

Gibt der BVB seine Talente zu früh ab?

Die rasante Entwicklung des Spaniers erinnert stark an die Personalie Alexander Isak, der 2019 vom BVB zu Real Sociedad wechselte. In der Primera División kann der Angreifer seine Qualitäten unter Beweis stellen. In der vergangenen Saison erzielte Isak 17 Treffer und landete in der Torjägerliste auf dem sechsten Platz - vor prominenten Namen wie Antoine Griezmann oder Joao Félix.

Während der schwedische Torjäger trotz seiner enormen Fortschritte beim BVB hinter Erling Haaland wohl keine Chance hätte, wäre Gómez auf der linken Abwehrseite in dieser Saison sicher eine Option gewesen. Schließlich verpasste Raphael Guerreiro aufgrund diverser Verletzungen zahlreiche Spiele. Mit Nico Schulz und Felix Passlack konnten die Stellvertreter nicht überzeugen.

Allerdings ist das Niveau in der belgischen Division 1A nicht mit dem der Bundesliga oder gar der Champions League vergleichbar. Dennoch wäre es für Borussia Dortmund sicher mehr als eine Überlegung wert gewesen, Gómez nach seiner Zeit bei SD Huesca noch einmal im Profiteam auszutesten.

Jannik Kube

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