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Nächste Wende in Djokovic-Saga! So geht es jetzt weiter

14.01.2022 09:44

Die Sport-Welt schaut gespannt nach Australien. In Melbourne läuft seit bald zwei Wochen ein Krimi zwischen Tennis-Superstar Novak Djokovic und den australischen Behörden, der alle Beteiligten sowie die Öffentlichkeit in Atem hält. Ein Ende ist noch immer nicht abzusehen.

Nachdem der australische Einreiseminister Alex Hawke am frühen Freitagabend Ortszeit (zehn Stunden Zeitverschiebung nach Deutschland) das Visum für Djokovic annulliert hat, muss das noch längst nicht die zwangläufige Ausreise des Serben bedeuten.

Wie die australische Presse-Agentur "Australian Associated Press" (AAP) vermeldete, prüft die Djokovic-Seite um seine Anwälte derzeit die noch verbleibenden rechtlichen Möglichkeiten, um doch noch eine Aufenthaltsgenehmigung für den Zeitraum der Australian Open zu erhalten. Das erste Grand-Slam-Turnier des Tennis-Jahres beginn am kommenden Montag und läuft bis zum 30. Januar.

Wird die Rechtsmäßigkeit der Minister-Entscheidung bestätigt, hat Novak Djokovic offiziell und endgültig keine Aufenthaltserlaubnis mehr in Australien. Er müsste die Stadt Melbourne und das Land Australien dann zwangläufig verlassen.

Einreiseminister Hawke verkündete Djokovic-Entscheidung

Gegen kurz vor 8 Uhr deutscher Zeit hatte Alex Hawke am Freitag öffentlich kommuniziert: "Ich habe heute von meiner Befugnis [...] Gebrauch gemacht, das Visum von Herrn Novak Djokovic aus Gründen der Gesundheit und der öffentlichen Ordnung zu annullieren. Dies lag im öffentlichen Interesse."

Diese Erklärung wurde mittlerweile auch vom australischen Premierminister Scott Morrison bestätigt und gerechtfertigt. 

Nach Informationen der "AAP" könnte Djokovic laut eines entsprechenden Gesetzes-Passus bis zu drei Jahre lang nun ein Einreiseverbot nach Australien drohen.

Australiens Premierminister Morrison hat die Entscheidung seines Einwanderungsministers vom Freitag derweil öffentlich verteidigt. "Der Minister hat diese Maßnahme ergriffen, um die Australier, die während dieser Pandemie schon viele Opfer gebracht haben, zu schützen. Unsere strenge Grenzschutzpolitik hat die Australier bislang gut vor dem Coronavirus beschützt", wird der Staatschef von der "AAP" zitiert. 

Wie die australische Zeitung "The Age" vermeldet, hat Novak Djokovic jetzt bis Samstag Zeit, um auf die Visum-Annullierung der australischen Regierung zu reagieren und Stellung zu beziehen. Bis dahin soll der 34-Jährige auf freiem Fuß bleiben dürfen und muss sich wohl nicht erneut in einem Hotel für Ausreisepflichte einfinden müssen.

Wie die Anwaltschaft sowie der Tennis-Weltranglistenerste auf die Minister-Entscheidung reagieren werden, ist noch ungewiss. Fakt ist, dass sich Djokovic nach derzeitigem Stand in der kommenden Woche, wenn am Montag die Australian Open in Melbourne mit der ersten Hauptrunde beginnen, nicht mehr legal im Land aufhalten darf.

Djokovic nicht gegen das Coronavirus geimpft

Der derzeit beste Tennisspieler der Welt ist nicht gegen das Coronavirus geimpft und deswegen eine umstrittene Person in dem Land, das seit Beginn der Pandemie harte Regeln aufgestellt hat.

Bereits bei der Ankunft in der vergangenen Woche hatten die Behörden Djokovic die Einreise verweigert und die vorgelegten Dokumente für seine medizinische Ausnahmegenehmigung als unzureichend eingestuft. Weil ihm dabei aber nicht genug Zeit zum Reagieren zugestanden wurde, kippte ein Richter das Einreiseverbot im Laufe einer Gerichtsverhandlung am Montag.

Der Fall wurde auch für die Politik des Landes zu einer heftigen Belastungsprobe, nachdem Australien viele Monate in harten Lockdowns verbrachte und auch viele Bürger des Landes wegen der scharfen Regeln lange Zeit nicht in ihre Heimat einreisen durften.

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