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WM

Nach WM-Aus: Zukunft von DHB-Trainer Groener ungewiss

15.12.2021 11:21
Für Groener ist eine Weiterbeschäftigung noch ungewiss
© FIRO/FIRO/SID/
Für Groener ist eine Weiterbeschäftigung noch ungewiss

Kein klares Bekenntnis der Verbandsspitze, "keine Aussage" des Trainers: Nach dem Viertelfinal-Aus der deutschen Handballerinnen bei der WM in Spanien ist die Zukunft von Bundestrainer Henk Groener ungewiss. Der Vertrag des Niederländers läuft im Frühjahr 2022 aus. Eine Entscheidung über eine Weiterbeschäftigung soll im Februar fallen. 

"Es hat sich schon einmal nicht bewährt, irgendwelche Schwüre abzugeben. Letzten Endes entscheidet das Präsidium", sagte Andreas Michelmann, Präsident des Deutschen Handballbundes (DHB), in einer Medienrunde am Mittwoch in Barcelona und verwies auf eine Sitzung des DHB-Führungsgremiums im Februar: "Es ist eine Entscheidung zu treffen, die für die nächsten Jahre greifen soll."

Groener, der das deutsche Team seit 2018 betreut und dessen Vertrag vor dem WM-Turnier unüblicherweise nur bis Ende April 2022 verlängert worden war, wollte zu seinen persönlichen Plänen am Mittwoch "keine Aussage machen" und verwies auf eine "ausführliche Analyse" in den kommenden Wochen. 

Michelmann betonte am Tag nach der 21:26 (10:14)-Niederlage gegen Gastgeber Spanien, dass die Trainerfrage "nicht unser Problem" sei. "Wo hat der Trainer einen Fehler gemacht? Unser Problem ist, dass wir die Qualität haben, die wir jetzt haben", so der Verbandschef: "Wir müssen die Strukturen schaffen, die andere Länder haben. Es wird Zeit, dass die Liga langsam aus der Brühe kommt. Das gilt auch für die Landesverbände." Ziel sei es, bis zur Heim-WM 2025 "eine konkurrenzfähige Mannschaft" zu haben.

Groener war nach einer enttäuschenden Heim-WM 2017 zum DHB gestoßen mit dem klaren Auftrag, sich Schritt für Schritt in Richtung der Weltspitze zu entwickeln und "mittelfristig ganz oben angreifen" (Sportvorstand Axel Kromer) zu wollen. Für ganz oben hat es bislang allerdings nicht gereicht. Zu den ersehnten Medaillenspielen fehlte am Ende auch in Spanien der entscheidende Schritt.

"Wir sind mit einem jungen Team auf einem guten Weg", analysierte Kromer am Mittwoch, stellte jedoch auch fest: "Wir sind in der erweiterten Spitze, haben aber erneut nicht geschafft ins Halbfinale zu kommen." Ähnlich äußerte sich Michelmann: "Die ersten fünf Spiele haben gezeigt, dass wir zu den Top acht der Welt gehören. Die letzten beiden haben aber auch gezeigt, dass wir noch nicht zu den Top vier zählen."