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Unter Nagelsmann ist der Weltmeister in München gesetzt

Bayern-Star Hernández: "Schlimmste Zeit meiner Karriere"

06.12.2021 09:19
Lucas Hernández (r.), hier im jüngsten Spiel gegen den BVB
© Maik Hölter/TEAM2sportphoto via www.imago-images.d
Lucas Hernández (r.), hier im jüngsten Spiel gegen den BVB

Im Bundesliga-Topspiel beim BVB stand Lucas Hernández am Samstagabend wieder einmal von Anfang an für den FC Bayern auf dem Rasen, lieferte sich hochklassige Duelle mit den Dortmunders Offensivstars um Erling Haaland und Marco Reus. Der Franzose ist unter Julian Nagelsmann bei den Münchnern gesetzt, blickte jetzt auf seinen schwierigen Start in Deutschland zurück.

Für die deutsche Rekordablöse von 80 Millionen Euro im Sommer 2018 gekommen, hatte der Weltmeister Hernández keine leichte erste Zeit in München. Verschiedene Knie- und Sprunggelenksverletzungen warfen den 25-Jährigen immer wieder zurück, sodass er zeitweise schon als Fehleinkauf abgeschrieben wurde.

"Es waren keine einfachen Jahre. Die ersten eineinhalb Spielzeiten war ich verletzt, das war definitiv die schlimmste Zeit meiner Karriere, sehr kompliziert", gestand der Abwehrspieler jetzt im Gespräch mit dem "kicker".

"Dann ist das Glück zu mir zurückgekehrt, ich konnte wieder spielen und habe jetzt wieder Spaß am Fußball", berichtete der französische Nationalspieler weiter.

In seiner ersten Bundesliga-Saison bestritt Hernández lediglich zehn Spiele von Beginn an, in 2020/2021 waren es dann immerhin schon 18. In der laufenden Spielzeit bringt es der Linksfuß nun schon auf elf Startelfeinsätze und ist damit neben Dayot Upamecano und Alphonso Davies ein weiterer Dauerbrenner in der Bayern-Abwehr. 

Anklage gegen Hernández mittlerweile fallengelassen

Neben den sportlichen Schlagzeilen stand Hernández in diesem Sommer vor allem wegen einem juristischen Verfahren in Spanien im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. 

Nachdem die Anklage gegen Hernández in Madrid mittlerweile fallengelassen wurde, äußerte er sich jetzt erstmals öffentlich zu der Causa. "Wie Sie wissen, habe ich damals meine Frau besucht. Als das Thema nun aufkam, war sie schon und ist immer noch mit unserem zweiten Kind schwanger. Weder meine Frau noch ich haben verstanden, warum die Staatsanwaltschaft ein Verfahren gegen mich eröffnet hat", so der Bayern-Star gegenüber dem Fachmagazin zu der kuriosen Sachlage im Sommer dieses Jahres.

 

Im Jahr 2017 hatte Lucas Hernández seine spätere Ehefrau besucht, obwohl zu dieser Zeit ein gerichtlich auferlegtes Annäherungsverbot bis auf 500 Meter bestand. Mittlerweile ist der Fall erledigt.

"Hier muss ich mich beim FC Bayern bedanken, der mir immer zur Seite stand. Die Verantwortlichen haben meine Situation verstanden und mir geholfen. Auch meine Anwälte versicherten mir stets, dass die Anklage ins Leere laufen würde, dass ich mir keine Sorgen zu machen brauche. Es handelte sich ja um einen Vorfall aus dem Jahr 2017, das ist Vergangenheit", so der ehemalige Abwehrspieler von Atlético Madrid weiter.

"Die Gegenwart ist, dass meine Frau schwanger ist, dass ich sie liebe und dass sie mich liebt. Im Endeffekt hat die Anklage auch nicht zu einer Verurteilung geführt, aber es war trotzdem eine schwierige Zeit für mich", fügte er hinzu.

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