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Schwaiger und Co. verpassen Top 10 in Beaver Creek

04.12.2021 20:57
Schwaiger war bester Deutscher
© GEPA pictures/ Matic Klansek via www.imago-images.
Schwaiger war bester Deutscher

Die hoch dekorierten deutschen Abfahrer haben beim spektakulären Weltcup-Rennen von Beaver Creek die Top 10 verpasst. Dominik Schwaiger war beim nächsten Triumph von Aleksander Aamodt Kilde als guter Elfter bester DSV-Starter.

Der 30-Jährige vom Königssee zeigte im US-Bundesstaat Colorado auf der extrem anspruchsvollen Strecke eine beherzte Fahrt und kratzte als einziger Deutscher an den Spitzenrängen. Andreas Sander, Romed Baumann und Josef Ferstl kamen auf die Plätze 20, 23 und 26. Simon Jocher verpasste die Punkte.

Schwaiger trennten 1,50 Sekunden vom Norweger Kilde, der am Freitag bereits den zweiten Super-G auf der berühmt-berüchtigten "Raubvogel"-Piste für sich entschieden hatte. Im Ziel hob Schwaiger den rechten Zeigefinger, als wollte er zeigen: Schaut her, so geht's!

"Das war ein ganz guter Lauf, leider knapp an den Top Acht vorbei", sagte er. Rang acht wäre gleichbedeutend mit der Olympia-Qualifikation gewesen. Die will er "hoffentlich" am Sonntag (20:00 Uhr) bei der zweiten Abfahrt sichern.

Spektakuläre Sprünge, wilde Ritte, waghalsige Manöver

Sander (+1,88) und Baumann (+2,02), bei der WM in Abfahrt und Super-G mit Silber dekoriert, legten im Gleitstück stark los. Vor allem im Steilhang aber verloren sie viel Zeit. Was man hätte besser machen können? "Mehr Angriff und eine direktere Linie", sagte Sander.

Spektakuläre Sprünge, wilde Ritte, waghalsige Manöver: Die "Birds of Prey" wurde ihrem Ruf erneut gerecht. Kilde erwischte bei ungewohnt warmen Temperaturen leicht über dem Gefrierpunkt einen Traumlauf. Der 29-Jährige, der sich im Januar das Kreuzband gerissen hatte, entschied das Rennen am kniffligen "Screaching Owl" (Kreischende Eule) und nahm dem zweitplatzierten Sotschi-Olympiasieger Matthias Mayer aus Österreich stolze 0,66 Sekunden ab.

Dritter wurde Ex-Weltmeister Beat Feuz (+1,01). Der Schweizer überflügelte mit seinem 42. Podium in der Königsdisziplin die Rekordhalter Franz Klammer und Peter Müller. "Das sind alles andere als Nasenbohrer", sagte er stolz, "die sind in Österreich und der Schweiz Legenden."