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Verpflichtung von Mercedes-Legende

Vettel-Team Aston Martin vermeldet echten Coup

24.11.2021 14:58
Eric Blandin (2.v.l.) arbeitet derzeit für Mercedes
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Eric Blandin (2.v.l.) arbeitet derzeit für Mercedes

Aston Martin fährt in der laufenden F1-Saison weitestgehend nur hinterher. Der Rennstall rangiert derzeit nur auf Platz sieben in der Konstrukteurswertung der Formel 1. Für die mittelfristige Zukunft hat das Team des deutschen Ex-Weltmeisters Sebastian Vettel aber weiterhin das große Ziel, endlich ganz vorne in den Grands Prix anzugreifen. Auf dem Weg dahin ist dem Rennstall jetzt ein womöglich wichtiger Coup gelungen. 

Aston Martin hat es offensichtlich geschafft, mit Eric Blandin einen absoluten Fachmann auf seinem Gebiet vom Konkurrenten Mercedes zu verpflichten. Eine entsprechende Meldung wurde am Mittwoch von einem Aston-Martin-Sprecher gegenüber dem Magazin "autosport.com" bestätigt: "Wir können bestätigen, dass Eric Blandin nächstes Jahr für das Aston Martin Cognizant F1 Team arbeiten wird." 

Der Franzose Blandin arbeitet bereits seit über zehn Jahren als Aerodynamiker bei Mercedes - davon seit mehreren Jahren als Chef dieser Abteilung. In seine Dienstzeit beim deutsch-britischen Konstrukteur fallen alle sieben Weltmeistertitel in der Team-WM, wodurch das Mercedes AMG F1 Team zum erfolgreichsten Rennstall der Formel-1-Geschichte aufgestiegen war. 

Formel 1: Kurzes Gastspiel auch bei Ferrari

Wann es im kommenden Jahr genau zu dem Wechsel dieser überaus wichtigen Personalie kommen wird, ging aus dem Medienbericht nicht hervor. Laut "autosport.com"-Angaben wird es sich aber wohl noch bis zum Oktober 2022 hinziehen, ehe die Aerodynamik-Koryphäe tatsächlich die Lager wechseln wird.

Eric Blandin gehört dem Formel-1-Zirkus schon seit knapp 20 Jahren an. 2002 startete er zunächst als Aerodynamik-Experte im damaligen Team Jaguar, wurde damals von einem Windkanal-Konzern aus Italien verpflichtet.

Zwischen 2010 und 2011 arbeitete er dann für die Scuderia Ferrari, ehe es Blandin im Mai 2011 zu Mercedes verschlug. Seit 2017 ist der dort nun schon als Chef der Aerodynamik-Abteilung tätig. Vor der TV-Kamera ist der Ingenieur nur selten zu sehen. Beim Großen Preis von Japan 2019, den Valtteri Bottas im Oktober vor Sebastian Vettel (damals Ferrari) und Lewis Hamilton gewann, stand er zum letzten Mal für den siegreichen Konstrukteur mit auf dem Siegerpodest.