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WBC-Hammer: Verband sagt Furys Pflichtverteidigung ab

17.11.2021 11:10
Tyson Fury wird sich wohl einen neuen Gegner suchen müssen
© JAMES ATOA via www.imago-images.de
Tyson Fury wird sich wohl einen neuen Gegner suchen müssen

Die fest eingeplante Titelverteidigung von Schwergewichts-Weltmeister Tyson Fury gegen WBC-Herausforderer Dillian Whyte ist geplatzt. Das gab der Verband am Dienstag überraschend auf seiner Tagung in Mexiko bekannt. 

Der Plan von Schwergewichts-Weltmeister Tyson Fury für die kommenden Monate war eigentlich schon vorgezeichnet. Nachdem ein unmittelbarer Vereinigungskampf gegen Oleksandr Usyk nicht zustande kam, hätte der "Gypsy King" zunächst gegen WBC-Herausforderer Dillian Whyte in den Ring steigen sollen. Anschließend wäre der Weg für ein Duell mit Usyk oder aber Anthony Joshua frei gewesen. 

Seit Dienstag ist klar: Tyson Fury wird einen anderen Weg einschlagen müssen, denn der WBC blies die von allen erwartete Pflichtverteidigung gegen Whyte überraschend ab. Weil sich Whyte derzeit noch in einem Rechtsstreit mit dem Verband befindet und dieser noch mehrere Monate dauern könnte, könne man den Kampf nicht offiziell ansetzen, erklärte der World Boxing Council.

Eine "angemessene" Reaktion, urteilte Furys Co-Promoter Bob Arum gegenüber "Sky Sports" nach der Bekanntgabe. Vielleicht werde sein Schützling noch gegen Whtye kämpfen, "dann wird es aber keine Bedingungen des WBC sein", so Arum, der erklärte, Whyte könnte am Ende der Gegner-Suche trotzdem noch ganz oben auf Furys Liste stehen. 

Eine äußerst attraktive Alternative gibt es laut Arum zwar auch, diese wird aber wohl nur Wunschdenken der Fans, Experten und TV-Stationen bleiben. "Die Alternative ist, dass Joshua auf den Rückkampf gegen Usyk verzichtet. Der Kampf, den wir gerne machen wollen, ist zwischen Fury und Usyk. In diesem Kampf könnten ein für allemal alle Titel vereinigt werden. Und Joshua könnte dann gegen den uneingeschränkten Champion kämpfen", schlug Arum vor. 

Der Plan des Promoters scheitert allerdings schon am ersten Schritt, denn Anthony Joshua wird nicht freiwillig auf seine Revanche gegen Usyk verzichten. Das gab "AJ" schon vor Wochen bekannt.