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Streich kann Spitzenspiel gegen Bayern "nicht leugnen"

31.10.2021 11:58
Christian Streich trifft mit dem SC Freiburg auf den FC Bayern
© Pressefoto Rudel/Robin Rudel via www.imago-images.
Christian Streich trifft mit dem SC Freiburg auf den FC Bayern

Der SC Freiburg bleibt die einzig ungeschlagene Mannschaft der Fußball-Bundesliga und geht mit viel Selbstvertrauen ins Topspiel beim FC Bayern München.

Christian Streich versuchte erst gar nicht, den verblüffenden Fakt abzustreiten. "Es ist ein Spitzenspiel, das kann ich nicht leugnen", sagte der Trainer des SC Freiburg mit Blick auf die Partie unter dem erstaunlichen Motto am kommenden Samstag bei Bayern München: "Schauen wir mal, wie viele Spitzenspiele wir danach noch haben. Aber dass wir jetzt eines haben, ist schön."

Den Auftrag an die Mannschaft vor einer der überraschendsten Top-Paarungen in der jüngeren Geschichte der Fußball-Bundesliga hatten die Fans schon zuvor erteilt. "Zieht den Bayern die Lederhosen aus", schallte es nach dem 3:1 (2:0) gegen die SpVgg Greuther Fürth durch das neue Stadion.

"Viele Sachen funktionieren sehr gut"

Falls dem Meister tatsächlich die bajuwarischen Beinkleider entrissen werden sollten, würde der Dritte aus dem Breisgau nach Punkten sogar mit dem Ersten aus München gleichziehen. "Das ist grundsätzlich angenehm", kommentierte Streich vollkommen gelassen diese Aussicht, die nicht einmal unrealistisch ist.

Schließlich sind die Freiburger auch nach zehn Spieltagen die einzig ungeschlagene Mannschaft der Eliteklasse. Mit den zehn Partien ohne Niederlage haben die Breisgauer ihren Vereinsrekord egalisiert, der Vorsprung auf einen Platz außerhalb der Champions League beträgt bereits sechs Punkte.

"Ich bin nicht unzufrieden. Es geht einem gut, wenn man nicht verliert", gab Streich erst lapidar zu Protokoll, bevor er einen tieferen Einblick gewährte: "Unsere derzeitige Situation führt schon zu einer gewissen Gelassenheit, ich fühle weniger Druck. Viele Sachen funktionieren sehr gut. Die Mannschaft präsentiert sich sehr stabil und sehr hungrig."

Das war auch gegen den Aufsteiger aus Fürth, der aufgrund von Corona-Infektionen und Verletzungen personell stark geschwächt antreten musste, zu spüren. Obwohl der Pokalfight unter der Woche beim VfL Osnabrück mit dem Sieg im Elfmeterschießen viel Kraft gekostet hatte und spürbar Sand im Getriebe war, ließ der SC ganz im Stil eines Topteams gegen den Tabellenletzten nichts anbrennen.

SC Freiburg fährt mit "Leichtigkeit" zum FC Bayern

Ein Eigentor von Simon Asta (20.) sowie die Treffer von Nicolas Höfler (39.) und Vincenzo Grifo per Foulelfmeter (79.) sorgten vor 31.500 Zuschauern für den Erfolg der Freiburger, die dem abgeschlagenen Schlusslicht die achte Niederlage in Folge beibrachten. Das Gegentor von Jamie Leweling (74.) brachte die Streich-Elf nicht aus der Fassung.

Obwohl der Coach seinen Schützlingen als Folge der Englischen Woche "fußballerisch maximal Durchschnitt" attestierte, war der Sieg nie ernsthaft in Gefahr. Diese Freiburger Evolution sorgt für Selbstvertrauen vor dem Topspiel. "Es ist schon super, dass wir mit dieser Form der Leichtigkeit dorthin fahren können", äußerte Streich.

Auch Sportvorstand Jochen Saier sprach von einer "besonderen Situation" für seinen Klub, weil "es ein Spitzenspiel nicht nur wegen der Bayern ist - sondern auch wegen uns".

Ein wenig Bammel scheinen die Profis aber trotz ihrer Erfolgsserie zu haben. "Da muss schon viel passen, dass wir was holen. Wir sprechen immer noch von Bayern München und dem SC Freiburg", sagte Torschütze Höfler zunächst, bevor er sich doch noch an die Breite der Brust erinnerte: "Dennoch fahren wir selbstbewusst nach München."

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