Heute Live

Whyte über Joshua-Team: "Versteht einen Scheiß vom Boxen"

29.10.2021 12:06
Ex-Weltmeister Anthony Joshua nach seiner Niederlage gegen Oleksandr Usyk
© Dave Shopland/Shutterstock via www.imago-images.de
Ex-Weltmeister Anthony Joshua nach seiner Niederlage gegen Oleksandr Usyk

Nach seiner Niederlage gegen Oleksandr Usyk lässt Ex-Schwergewichts-Weltmeister Anthony Joshua keinen Stein auf dem anderen. Mit der Suche nach einem neuen Trainer hat der Brite seine Revanche-Mission längst begonnen. Ein anderer Herausforderer kann darüber nur müde lächeln. Er sieht die Probleme ganz woanders. 

Die Gym-Tour von Anthony Joshua durch die Vereinigten Staaten hat in der Box-Welt für einige Schlagzeilen gesorgt. Nach seiner Niederlage gegen Oleksandr Usyk holte sich AJ die Meinungen anderer Trainer ein, sprach mit ihnen über seine Fehler und holte sich Ratschläge, wie er sich im Rückkampf gegen den Ukrainer besser schlagen könne. Aller Voraussicht nach wird der Brite einen dieser Trainer auch engagieren, um sich auf das zweite Duell vorzubereiten. 

Schwergewichtler Dillian Whyte, möglicherweise der kommende Gegner von WBC-Champ Tyson Fury, kann darüber nur den Kopf schütteln. Für ihn ist nicht etwa Joshua-Trainer Rob McCracken das Problem, sondern die anderen Leute in AJs Camp.

Viele in Joshuas Team "verstehen einen Scheiß vom Boxen"

"Ich persönlich glaube, dass Robert McCracken ein guter Trainer ist. Viele Leute reden viel Müll über ihn, aber er hat Olympiasieger geformt, viele Weltmeister und war auch selbst ein guter Kämpfer", sagte Whyte gegenüber "iFL TV". 

Das Problem, so der Schwergewichtler, seien vielmehr die Leute, die Joshua sonst noch um sich versammelt hat. "Viele Menschen, die mit Joshua arbeiten, verstehen einen Scheiß vom Boxen. All diese Typen ziehen ihn in zu viele Richtungen", kritisierte Whyte, ohne dabei konkrete Namen zu nennen. 

Die ganze Situation um Joshua sei ein bisschen "verrückt", meinte Whyte: "Man fragt sich: 'Was machst du?!' Ich weiß es nicht." Man könne durchaus ein großes Team um sich haben, "aber alle müssen auf einer Wellenlänge sein", erklärte der Brite, der ganz offensichtlich der Meinung ist, dass dies bei Joshua nicht der Fall ist.