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Djokovic ätzt gegen Corona-Berichterstattung

21.10.2021 15:50
Tennis-Star Novak Djokovic ärgert sich über die Berichterstattung
© Speed Media/Icon Sportswire via www.imago-images.d
Tennis-Star Novak Djokovic ärgert sich über die Berichterstattung

Mit neun Titeln ist Novak Djokovic der unangefochtene Rekord-Champion der Australian Open. Doch im kommenden Februar könnte der Serbe in Melbourne fehlen. Grund dafür ist die andauernde Debatte um die Corona-Impfung. Angesprochen auf die damit verbundene Berichterstattung platzte dem Tennis-Primus nun der Kragen.

"Mir fehlen die Worte, um die Medien zu beschreiben. Sie verbreiten Angst und Panik unter den Leuten und ich will kein Teil davon sein", schoss Djokovic gegenüber der serbischen Zeitung "Blic" gegen die Presse: "Gefühlt sind alle feindselig. Nun da ich dies gesagt habe, kann einer von euch Journalisten einen Skandal daraus machen. Aber ich will nicht ein Teil dieses Shitstorms sein."

Der 34-Jährige, der bereits selbst an COVID-19 erkrankt war, hat seinen Impf-Status bislang nicht offengelegt. Die ständigen Nachfragen nerven Djokovic jedoch.

"Egal ob du mit 'ja', 'nein', 'vielleicht', 'weiß nicht' oder 'ich überlege' antwortest - sie werden die Antwort umdrehen", behauptete der Weltranglistenerste und fügte an: "Das ist Privatsache und gemäß unseres Gesetzes könnte ich jemanden dafür belangen, der mich danach fragt. Die Frage ist unangemessen."

Geringe Impf-Quote auf der Tennis-Tour

Da in Australien derzeit nur vollständig geimpfte Personen einreisen dürften, ist Djokovics Teilnahme an den Australian Open offen. Laut Australiens Einwanderungsminister Alex Hawke sei der komplette Impfschutz "universell" und "nicht nur für Tennisspieler", sagte der Politiker bei "ABC Radio".

Djokovic selbst hatte eine Teilnahme am ersten Grand-Slam-Turnier des kommenden Jahres zuletzt offen gelassen. "Ich weiß nicht, ob ich nach Australien reisen werde. Die aktuelle Situation ist nicht gut", sagte der Tennis-Star gegenüber "Blic".

Neben Djokovic könnten bei den Australian Open viele weitere Profis fehlen. Nach Angeben der Spielerorganisationen der WTA und ATP sind zahlreiche Spielerinnen und Spieler aktuell noch nicht gegen das Coronavirus geimpft. Bei den Frauen sind es demnach rund 40 Prozent, bei den Männern 35.