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Nach dem Unfall von Grosjean soll es Verbesserungen geben

Verbesserter Feuerschutz? F1-Fahrer testen Handschuhe

18.10.2021 12:23
Die Fahrer haben in der Türkei neue Handschuhe getestet
© MST
Die Fahrer haben in der Türkei neue Handschuhe getestet

1,5 Sekunden sollen die neuen Handschuhe bringen, die einige Fahrer am vergangenen Wochenende in der Türkei ausprobiert haben.

Die FIA hatte nach dem Feuerunfall von Romain Grosjean in Bahrain 2020 nach zusätzlichen Schutzmaßnahmen im Brandfall gesucht. Im Blickpunkt standen dabei vor allem die Handschuhe, nachdem Grosjean starke Verbrennungen an den Händen erlitten hatte.

In Istanbul haben daher fünf Fahrer neue Handschuhe von vier Herstellern getestet: Lewis Hamilton und Carlos Sainz (Puma), Daniel Ricciardo (Sparco), Sebastian Vettel (Alpinestars) und George Russell (OMP).

Das erste Feedback soll von den Fahrern positiv ausgefallen sein, wie FIA-Rennleiter Michael Masi betont. "Es gibt bei ein paar Marken zwar noch einige Elemente feinzutunen, aber das ist nichts Unüberwindliches. Wir sind den Fahrern und den Teams sehr dankbar, dass sie damit gefahren sind."

"Es zeigt, dass wir versuchen, die Sicherheit so weit wie möglich zu erhöhen", sagt Masi weiter. "1,5 Sekunden, auf die wir abzielen, klingen zwar wenig, aber wir haben in solchen Szenarien gesehen, dass jede Zehntelsekunde zählt."

Masi weiß: Fahrer "brauchen das richtige Gefühl"

Das Projekt wurde vor allem von der Sicherheitsabteilung der FIA in Angriff genommen und dabei in intensiver Zusammenarbeit mit den Herstellern durchgeführt. Dass man die Handschuhe nun testen konnte, ist für Masi ein Meilenstein.

"Wir mussten unsere Sicherheitsziele erreichen, aber genauso wichtig ist das Gefühl des Fahrers", sagt er. "Wir dürfen diese Seite nicht außer Acht lassen, denn sie brauchen das richtige Gefühl - vor allem bei Dingen wie Handschuhen und was sie alles damit machen müssen. Darum hatten wir diesen Test, um ein Feedback in echter Situation zu bekommen."

Die Feuerfestigkeit der Handschuhe konnten die Fahrer natürlich nicht ausprobieren, doch bei ihnen ging es eher um den Komfort beim Tragen. "Das ist ähnlich wie mit den Rennanzügen vor ein paar Jahren, als ebenfalls ein neuer Standard eingeführt wurde", sagt Masi. "Auch da haben wir ein paar Dinge ausprobiert, die einzig und allein um den Fahrerkomfort und Ergonomie gingen."