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RB Leipzig wackelt weiter und muss vor Messi zittern

17.10.2021 10:56
Jesse Marsch steht mit RB Leipzig vor großen Aufgaben
© Roger Petzsche via www.imago-images.de
Jesse Marsch steht mit RB Leipzig vor großen Aufgaben

RB Leipzig bleibt unter dem neuen Trainer Jesse Marsch weiter hinter den Erwartungen zurück. Das lässt für den Königsklassen-Kracher bei Paris St. Germain nichts Gutes erahnen.

Die Anekdoten von Jesse Marsch machten nicht gerade Mut. "Meine Geschichte mit ihnen könnte besser sein", berichtete der Trainer von RB Leipzig nach dem 1:1 (1:0) beim SC Freiburg von seinen bisherigen Begegnungen mit Lionel Messi und Neymar - bei denen er als US-Assistenzcoach immer den Kürzeren gezogen hat: "Wir werden sehen, ob wir es diesmal ändern können."

Es spricht allerdings kaum etwas dafür, dass dem Fußball-Bundesligisten ausgerechnet in der Champions League am Dienstag (21:00 Uhr) beim Starensemble von Paris St. Germain die Trendwende gelingt. Der Vizemeister kommt unter dem Nachfolger von Julian Nagelsmann einfach nicht in Schwung - woraus Marsch selbst keinen Hehl macht.

"Normal läuft es besser in Leipzig. Ich weiß, dass der Anspruch höher ist. Aber derzeit sind wir ganz ehrlich nicht gut genug", gab der 47-Jährige unumwunden zu: "Dennoch ist die Unterstützung für mich und das Team innerhalb des Vereins sehr groß. Wir müssen ruhig bleiben und gut zusammenarbeiten."

RB stottert unter Marsch durch die Bundesliga

Allzu gut hat die Zusammenarbeit bisher allerdings nicht funktioniert. In der Bundesliga rangiert RB mit lediglich elf Punkten nach acht Spieltagen auf dem achten Platz. In der Königsklasse setzte es in den ersten beiden Partien jeweils Niederlagen.

Auch in Freiburg war das Unentschieden vor 20.000 Zuschauern bei der Pflichtspielpremiere des Sport-Clubs in seinem neuen Stadion schmeichelhaft für die Gäste. Nach der RB-Führung durch den verwandelten Foulelfmeter von Emil Forsberg (32.) war für die Breisgauer weit mehr drin als der Ausgleich durch Woo-Yeong Jeong (64.).

Deshalb legte Marsch auch den Finger in die Wunde. "Wir machen zu viele Fehler, es gibt jede Menge Baustellen. Es geht leider nur langsam voran, es dauert ein bisschen - hoffentlich dauert es nicht zu lange", sagte der Coach: "Alle versuchen jeden Tag, besser zu werden. Wir müssen Geduld haben, aber es ist natürlich nicht immer einfach, Geduld zu haben."

Gulácsi fordert "sehr gute Leistung" gegen PSG

Ähnlich wie Marsch sieht es der Kapitän. "Wir sind weiterhin nicht konstant genug", konstatierte Torwart Péter Gulácsi: "Das sieht man über die Saison, und das sieht man innerhalb eines Spiels." Auch Forsberg gab zu Protokoll, dass "wir was zu tun haben".

Das gilt vor allem für den Dienstag. "Das wird eine schwierige Aufgabe. Paris war schon ohne Messi so eine gute Mannschaft", sagte Marsch, der angesichts der Schwächen seiner Schützlinge einen eher mulmigen Blick nach vorne richtete: "Wir müssen sehr gut verteidigen und konsequenter vor dem Tor sein."

Allerdings ist sich Gulácsi nicht sicher, ob das reichen wird. "Paris hat nun einmal jeden Menge Weltklasse-Spieler", sagte der Ungar: "Wir müssen als Mannschaft schon eine sehr gute Leistung bringen, um eine Chance zu haben."

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