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"Müll im Internet": Matarazzo wütend nach Coronafällen

17.10.2021 10:56
Pellegrino Matarazzo ärgern die Corona-Fälle beim VfB Stuttgart
© Ralf Poller/Avanti via www.imago-images.de
Pellegrino Matarazzo ärgern die Corona-Fälle beim VfB Stuttgart

Als Pellegrino Matarazzo seinen Torhüter Fabian Bredlow lächelnd in die Arme schloss, war sein Ärger teilweise verraucht. Nach "turbulenten Tagen" überwog beim Trainer des VfB Stuttgart die Freude über den Punktgewinn bei Borussia Mönchengladbach. Sechs Coronafälle hatten den Erfolg aber gefährdet und Matarazzo wütend gemacht.

Man lege "jedem Spieler nahe, sich impfen zu lassen", sagte der 43-Jährige schon vor dem 1:1 (1:1) im Borussia-Park bei "Sky": "Die Spieler haben aber auch andere Ansprechpartner als uns und lesen viel im Internet, was teilweise Müll ist."

Aus dem betroffenen Sextett stand einzig Torhüter Bredlow zur Verfügung, der die häusliche Quarantäne am Freitag verlassen durfte und mit guten Paraden den Achtungserfolg rettete. "Es war eine verrückte Woche. Der Punkt ist definitiv verdient", sagte der 26-Jährige, den Matarazzo mit einem Extra-Lob bedachte: "Er hat Sicherheit ausgestrahlt."

VfB hat "Charakter bewiesen"

Trotz der widrigen Umstände freute sich der VfB-Coach über "eine schlagkräftige Einheit auf dem Platz". Seine Mannschaft habe nach den nicht einfachen Tagen "einen Schalter gefunden, um konkurrenzfähig zu sein". Sein Fazit: "Wir haben Charakter bewiesen."

Das dritte Saisontor des Defensivspielers Konstantinos Mavropanos (15.) ließ die Schwaben sogar von mehr träumen. Und hätte Tanguy Coulibaly nach einem Fehlpass von Manu Kone frei vor Torhüter Yann Sommer nicht überhastet über das Tor gelupft (31.), wäre sogar ein Sieg möglich gewesen. "Es war technisch unsauber", monierte Matarazzo.

Ein Dreier wäre angesichts von 5:31 Torschüssen des Guten aber auch zu viel gewesen. Gladbach war dem Sieg deutlich näher, kam aber nur durch Nationalspieler Jonas Hofmann (42.) zum Ausgleich.

VfB Stuttgart wird keine Impfpflicht erheben

Neun Punkte aus acht Spielen ist für die Stuttgarter zwar nicht zufriedenstellend, doch Matarazzo sieht den Tabellenzwölften "auf dem Weg, um wieder dahin zu kommen, wo wir hinwollen".

Wenn die corona-erkrankten Florian Müller, Orel Mangala, Roberto Massimo, Waldemar Anton und Erik Thommy wieder zur Mannschaft stoßen, hat der Trainer auch mehr personelle Möglichkeiten.

Daher sei eine Impfung "auch für den Verein eine wichtige Angelegenheit", sagte Matarazzo: "Allerdings entscheidet jeder Spieler für sich selbst. Es herrscht in Deutschland keine Impfpflicht und daher werden wir auch keine erheben."

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