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Kohle-Zoff überschattet Raducanus Trainersuche

17.10.2021 10:19
Emma Raducanu ist einer der neuen Sterne am Tennis-Himmel
© Rob Prange via www.imago-images.de
Emma Raducanu ist einer der neuen Sterne am Tennis-Himmel

Seit ihrem sensationellen US-Open-Triumph in diesem Jahr ist Tennis-Teenie Emma Raducanu in aller Munde. Viele Sonnenseiten des Ruhms hat die 18-jährige Britin in den letzten Wochen ausgiebig genossen. Gleichzeitig musste sie aber auch schmerzhaft erfahren, dass es sich als amtierende Grand-Slam-Siegerin auf dem Court nicht so leicht leben lässt. 

Abseits des Platzes gab Emma Raducanu in den letzten Wochen regelmäßig eine gute Figur ab. Ob als Ehrengast beim Formel-1-Rennen in Silverstone, auf dem Roten Teppich der "James Bond"-Premiere und der "Met Gala" in New York oder als neues Werbegesicht des weltweit bekannten Juweliers "Tiffany & Co.". 

Nicht wenige sorgen sich angesichts des neuen Ruhms allerdings um Raducanus Entwicklung auf dem Court. Die Erstrunden-Niederlage in Indian Wells wurde bereits als erstes Alarmsignal gewertet, ebenso ihre Turnierabsage für Moskau. Und auch die Trennung von ihrem Coach Andrew Richardson warf einige Fragen auf. Die 18-Jährige begründete die Trennung mit der fehlenden Erfahrung des Trainers auf höchstem Niveau.

Warum Emma Raducanu keinen neuen Trainer findet

Die Suche nach einem neuen Coach hat bisher nicht zum Erfolg geführt. "Ich werde einfach warten und versuchen, den Richtigen zu finden. Ich werde nichts überstürzen und sicherstellen, dass ich die richtige Entscheidung treffe", sagte Raducanu vor wenigen Tagen über ihre Trainersuche. 

Warum sich die Suche nach einem neuen Übungsleiter so schwer gestaltet, wollen englische Medien mittlerweile erfahren haben. So berichtet die "Daily Mail", dass ein großes Problem die hohen finanziellen Forderungen der Trainer an das Raducanu-Lager sind.

Das Blatt bezieht sich dabei auf eine "gut informierte Quelle", die das Problem wie folgt schildert: Die Erwartungen an die US-Open-Siegerin sind enorm, die Realität auf der WTA-Tour sieht aber so aus, dass jede Spielerin jede Gegnerin schlagen kann. Als neuer Trainer Raducanus ist der Druck gleichzeitig hoch. Jedes Spiel, jede Niederlage zieht ein großes Echo nach sich. Entsprechend schnell kann man sich als Trainer den Ruf ruinieren, wenn der Erfolg ausbleibt. Dieses Risiko will bis jetzt noch kein Trainer eingehen - zumindest nicht, wenn er dafür nicht angemessen entlohnt wird. 

Namen wurden zuletzt in Verbindung mit Emma Raducanu einige gehandelt, zu einer Zusammenarbeit konnten sich die Parteien aber nicht durchringen. Eine schnelle Lösung, so scheint es im Moment, ist auch nicht in Sicht.