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Nach vielbeachtetem Crash in Monza

Hamilton kontra Verstappen: Ich hätte nach ihm gesehen

17.10.2021 09:45
Red-Bull-Bolide noch auf dem Mercedes: Verstappen verabschiedet sich vom Unfall-Ort
© Jerry Andre via www.imago-images.de
Red-Bull-Bolide noch auf dem Mercedes: Verstappen verabschiedet sich vom Unfall-Ort

Lewis Hamilton hat noch einmal auf eine der prägendsten Szenen des diesjährigen Formel-1-Titelkampfs zurückgeblickt: den Grand Prix von Italien in Monza. 

Beim Crash zwischen ihm und Max Verstappen, bei dem der Niederländer mitsamt seines Boliden über das Auto des Weltmeisters flog und mit dem Hinterrad auf dem Halo-Bügel des Briten zwischenlandete, hätte sich Hamilton im Nachgang des Unfalls ganz sicher anders verhalten als sein Konkurrent, wie er jetzt betonte.

Er verbinde mit dem Geschehen in Italien, als beide Fahrzeuge ins Kiesbett rutschten, kein "besonderes Gefühl", erinnerte sich Hamilton gegenüber "Channel 4". "Wir hatten diesen Crash und den habe ich natürlich auch körperlich gespürt", sagte der siebenfache Weltmeister. 

Sein Fokus sei aber weiter voll auf der Fortsetzung des Rennens gewesen. "Das Auto ist über mir, wie komme ich zurück ins Rennen", beschrieb Hamilton seine Gedanken.

Er habe in diesem Moment gar nicht daran gedacht, ob Verstappen nach dem schweren Unfall nach ihm sehen könnte, um zu checken, ob es dem 36-Jährigen gut geht.

Für Hamilton steht nur fest: "Ich hatte ganz sicher nachgesehen, worauf ich gelandet bin, aber ich bin auch älter." 

Hamilton: "Ich gebe nicht nach"

Er versuche immer vernünftig zu fahren, so Hamilton weiter, zumal dies in der Verantwortung gegenüber seinem Team liege.

Allerdings werde er auch zu keinem Zeitpunkt auf der Strecke zurückweichen, betonte der Brite. "Ich versuche Max Verstappen respektvoll zu begegnen, aber ich bin auch ein Kämpfer, auf der Strecke gebe ich im Renn-Duell nicht nach", so der Mercedes-Pilot. 

Über allem steht für den 36-Jährigen trotzdem die Vernunft. "Am Ende des Tages verlassen sich 2000 Leute darauf, dass ich das Auto in einem Stück nach Hause bringe. Es geht nicht um mich, es geht darum, dass wir alle am Ende die Meisterschaft gewinnen."