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Hoffnungen auf "geringstmöglichen Einfluss"

Seidl warnt vor Mammutsaison 2022

14.10.2021 16:17
Andreas Seidl hofft in Zukunft auf einen kleineren Kalender
© MST
Andreas Seidl hofft in Zukunft auf einen kleineren Kalender

Offiziell wird der Formel-1-Kalender 2022 erst am Freitag vom Motorsportweltrat abgesegnet. Doch bereits jetzt ist klar, dass es im kommenden Jahr 23 Rennen und mehrere Triple-Header geben soll. Die Rede ist von bis zu drei Stück. McLaren-Teamchef Andreas Seidl hofft, dass das kein Dauerzustand wird.

"Es ist keine Überraschung, dass es Triple-Header geben wird", gesteht Seidl und erklärt, er hoffe nun, dass diese zumindest in einer Art und Weise im Kalender untergebracht sein werden, "die den geringstmöglichen Einfluss auf unsere Leute hat." Denn bereits seit einiger Zeit setzt sich McLaren für einen kleineren Kalender ein.

"Wir verstehen auch, dass es einen Übergangsprozess braucht, bevor es langfristig hoffentlich einen anderen Kalender gibt. Aber grundsätzlich hat sich unsere Position nicht verändert. Wir sind für einen Rennkalender mit maximal 20 Rennen", betont Seidl und erklärt, dass das auch für die Formel 1 selbst von Vorteil sein könnte.

Denn seiner Meinung nach solle die Königsklasse den Fokus beim Rennkalender kommerziell auf "Qualität und Exklusivität" legen. "Es ist natürlich auch toll, dass es so viel Interesse an der Formel 1 gibt", erklärt Seidl in Anspielung auf die neuen Rennen, zum Beispiel in Katar, Saudi-Arabien oder Miami.

Es sei gut, dass "verschiedene Märkte" Interesse an der Formel 1 hätten. Trotzdem schlägt er für die Zukunft einen Kalender mit nur 15 festen Rennen vor. Die restlichen sollten von Jahr zu Jahr rotieren. "Dann hat man [auch bei einem kleineren Kalender] weiterhin die Möglichkeit, neue Märkte zu erschließen", so Seidl.

"Unserer Ansicht nach ist das der Weg für die Zukunft", stellt er klar. Solange die "Realität" aber eine andere sei, werde man alles tun, um die Mitarbeiter zu unterstützen, "damit es für alle Teammitglieder nachhaltig ist", verspricht Seidl und erklärt: "Wir legen einen großen Fokus auf diese Themen."

Mal wolle bei McLaren schauen, "wie wir unseren Leuten helfen können, mit diesem intensiven Kalender umzugehen." Ein anderer Ansatz als zum Beispiel bei AlphaTauri, wo Teamchef Franz Tost jüngst erklärte: "Wir sollten alle froh sein, dass wir in der Formel 1 sind und 23 Rennen haben."

Das Fazit des Österreichers: "Wenn jemand das nicht mag, dann sollte er einfach gehen!"