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Milliarden gefordert! Benennt EA seine "FIFA"-Reihe um?

14.10.2021 14:00
Die FIFA möchte Spieleentwickler EA demnächst kostenintensiv zur Kasse bitten
© ULMER via www.imago-images.de
Die FIFA möchte Spieleentwickler EA demnächst kostenintensiv zur Kasse bitten

Insider berichteten in den vergangenen Tagen immer wieder darüber, dass EA bald die Entscheidung treffen könnte, alle Nachfolger der Fußballsimulation FIFA 22 umzubenennen. Der Hauptgrund: Der Weltverband verlangt eine jährliche Lizenzgebühr von mehr als 250 Millionen US-Dollar.

Laut eines Artikels in der renommierten Tageszeitung "The New York Times" deutet vieles darauf hin, dass Spieleentwickler EA die erfolgreichste Sportsimulation der Welt bald umbenennen wird. Denn die Verhandlungen zwischen dem Publisher von FIFA 22 und dem Fußball-Weltverband sind ins Stocken geraten.

Ein derzeit gültiger Zehn-Jahres-Vertrag läuft Ende 2022 aus. Die FIFA möchte den Spieleentwickler im Anschluss im großen Stil zur Kasse bitten: Für einen Vier-Jahres-Zyklus (von Weltmeisterschaft zu Weltmeisterschaft) verlangt der Weltverband mehr als eine Milliarde US-Dollar an Lizenzgebühren.

Nicht nur finanzielle Differenzen

Besagte Summe stellt laut Informationen von Insidern ungefähr eine Verdopplung der aktuellen Konditionen dar. Neben finanziellen Unstimmigkeiten existieren weitere Differenzen.

So umfasst das exklusive Lizenzpaket der FIFA derzeit vereinfacht dargestellt lediglich zwei Komponenten: Das Recht, den Namen sowie das Logo der FIFA zu verwenden und die Implementierung der Fußball-Weltmeisterschaft.

Für andere Abbildungsrechte musste EA beispielsweise Verträge mit der UEFA, der Spielergewerkschaft FIFPro oder verschiedenen nationalen Ligen abschließen. Demnach dürfte sich im Hause des Spieleentwicklers die Frage aufdrängen, ob sich ein ausgesprochen kostenintensiver Lizenzvertrag mit der FIFA rechnet.

Einnahmen in Milliarden-Höhe

Zudem ist aus Kreisen des Publishers von FIFA 22 zu hören, dass der Wunsch, weitere exklusive Inhalte wie beispielsweise Spielzusammenfassungen darstellen zu dürfen, bislang beim Fußball-Weltverband auf keine Zustimmung trifft.

Marktexperten betonen im Gegenzug, dass die Fußballsimulation in den vergangenen zwei Jahrzehnten mehr als 20 Milliarden US-Dollar eingespielt hat. Alleine Einnahmen in Bezug auf den Ultimate-Team-Modus überstiegen in der jüngeren Vergangenheit jährlich die Marke von einer Milliarde US-Dollar.