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Zwischenbilanz der 2. Bundesliga: Wie haben sich die Neulinge bislang geschlagen?

13.10.2021 10:50
Die zweite Liga ist sehr stark besetzt - doch wie haben sich die Neulinge in der Liga bislang geschlagen?
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Die zweite Liga ist sehr stark besetzt - doch wie haben sich die Neulinge in der Liga bislang geschlagen?

Mit Aphorismen schlägt sich die 2. Bundesliga seit dem Sommer schon blendend.

"Die beste 2. Liga aller Zeiten", "Tradition pur" und ähnliche Bezeichnungen gehen aktuell Hand in Hand mit den Spieltagen.

Das liegt natürlich an der prominenten Besetzung, denn mit dem FC Schalke 04 und SV Werder Bremen stiegen die nächsten großen Traditionsvereine aus der Erstklassigkeit ab. Hoch aus der 3. Liga kamen ebenfalls Traditionsvereine: Dynamo Dresden und Hansa Rostock.

Aber wie schlagen sich die Neulinge im Unterhaus der Spitzenklasse?

Die Absteiger

Wieder hatte es der 16. der Bundesliga geschafft, über die Relegation die Klasse zu halten. Anstatt, dass also auch der 1. FC Köln ins Unterhaus kam, blieb Holstein Kiel zweitklassig. Für Bremen und - längst als Absteiger ausgerufen – Schalke war keine Rettung mehr denkbar. Aber wie läuft es für die Absteiger?

  • Werder Bremen – der Start in die Liga klappte nur mittelmäßig. Das Unentschieden gegen Hannover wurde zuerst zwar als grandiose Leistung gewertet, doch zeigte sich, dass Hannover bei Weitem kein unschlagbarer Gegner ist. Erst mit dem Kauf von Hannovers Ducksch kam die Wende – Bremen holte Punkte. Nicht meisterlich, doch ausreichend, um im Mittelfeld platziert zu sein. Aus den letzten fünf Spielen gab es ein Unentschieden, zwei Siege und zwei Niederlagen. Allerdings ist die Mannschaft weiterhin nicht eingespielt. Um Gelder zu sparen, musste der Kader deutlich verändert werden, da die Transferperiode diese Saison jedoch chaotisch verlief, kamen die neuen Spieler teils er nach mehreren gespielten Spieltagen.
  • FC Schalke – vorab: Es läuft besser als die letzten anderthalb Spielzeiten. Schalker Fans sind sicherlich Kummer gewohnt und ohne Terodde wäre der Kummer der Knappen deutlich größer. Der achte Platz mit 13 Punkten trügt das, was die Schalker aufs Feld bringen. Aus den letzten fünf Spielen gab es zwar drei Siege und zwei Niederlagen, doch klappt spielerisch vielfach nichts, sofern nicht ausgerechnet der Neuzugang vom HSV, Terodde, am Ball ist. Es wird immer wieder gemunkelt, dass die Gelsenkirchener finanziell zum Aufstieg verdammt sind - um mit Regensburg, Heidenheim oder Paderborn gleichzuziehen, fehlt aber eines: die Konstanz, die die Knappenfans aus den letzten Jahren eher im negativen Sinn kennen.

Beide Klubs gelten als klare Aufstiegsfavoriten, wobei sich die Favoritenrolle auf die erst kürzlich beendete Bundesligastrecke beziehen. Angekommen sind allerdings weder Schalke noch Bremen.

Teils wirkt es von Reportern bis hin zu Vereinsverantwortlichen sogar so, als wäre der Aufstieg schon fest gebucht. Auch Buchmacher sehen ihre klaren Favoriten. Nur: So klar ist der Aufstieg aus der Zweiten Liga schon seit Ewigkeiten nicht mehr. Ewige Fahrstuhlmannschaften brauchten ein Jahrzehnt, andere Rekordabsteiger dümpeln seit Spielzeiten in der Liga 2. Und die "ewige" Uhr des HSV kann auch wieder etliche Ligarunden anzeigen, nur im Unterhaus.

Die Aufsteiger

Während die Erstligaabsteiger jeden Cent einsparen müssen, obliegt es den Drittligaaufsteigern, jeden Cent sooft umzudrehen, um doch einen Kader zusammenzustellen. Zum Vergleich: Während der schlechteste Zweitligist mit 9,42 Millionen Fernsehgeldern in der vergangen Saison beglückt wurde, erhalten alle Drittligisten aus einem Pott jeweils knapp 1,8 Millionen Euro.

Der Kaderwert von Bremen wird laut Transfermarkt mit einem Wert von 53,85 Millionen Euro angegeben. Der Kaderwert von Hansa Rostock beträgt nicht einmal ein Fünftel davon. Daher gilt für die Aufsteiger: Irgendwie drinbleiben und drei Teams hinter sich lassen. Und wie läuft das aktuell?

  • Dynamo Dresden - die Dresdner machen dort weiter, wo sie in der dritten Liga aufhörten. Sicherlich ist der Superlauf der ersten Spieltage beendet und Dresden steht längst nicht mehr an der Tabellenspitze. Dafür sorgten in der Zwischenzeit drei Niederlagen in Folge. Dennoch können sich die Dresdner damit rühmen, weiterhin vor Schalke, Bremen und dem HSV zu stehen. Allerdings: Da Dynamo nur zwei Jahre in der dritten Liga war, kann der Klub noch auf Kapital und höhere Auszahlungen zurückgreifen.
  • FC Ingolstadt - mit Glück und durch das Unvermögen der Löwen aus München aufgestiegen, läuft es für Ingolstadt schlecht bis sehr schlecht. Eventuell rächt sich hier, dass der Aufstiegstrainer direkt nach dem Aufstieg gefeuert wurde. Mit 4 Punkten aus 8 Spielen kann Ingolstadt glücklich sein, dass sich Aue noch schlechter schlägt. Die Tendenz offenbart auch die Aussicht auf unruhige Zeiten. Der Verein hat auf die Serie reagiert und den im Sommer geholten Trainer ebenfalls gefeuert. Ob Schubert allerdings das Ruder herumreißen kann? Die nächsten Spieltage werden es zeigen.
  • Hansa Rostock - gehandelt wird der Verein nach neun Jahren dritter Liga als Absteiger Nummer 1 bis 2. Sportlich wird das Ziel Klassenerhalt deutlich, denn für mehr kann und wird es nur reichen, wenn die Gegner sich blöd anstellen. Sieben Punkte stehen auf dem Konto, zu viele Niederlagen (fünf insgesamt) auf dem Konto und die schon in der dritten Liga bekannte Schwäche wird deutlich: Hansa Rostock schießt zu wenig Tore. Spielerisch und kämpferisch hält das Team fast mit allen anderen mit und spielt den Gegner durchaus mal an die Wand. Wenn allerdings verwaiste Tore nicht getroffen werden, wird es nichts mit den Punkten.

Fußballfans wird immer geraten, nicht auf den eigenen Verein zu setzen. Wer sich also an Sportwetten versuchen möchte, der sollte besser die direkte Konkurrenz seines Vereins wählen. Denn: Versagt die Konkurrenz, profitiert auch der eigene Klub davon. Unter Sportwetten.MyProBet.com lassen sich passende Anbieter finden.

Doch die Saison ist noch lang und letztendlich weiß jeder aufmerksame Fußballfan der letzten Jahre, dass eine Saison komisch verlaufen kann. Totgesagte Absteiger bleiben drin, Dinos steigen ab und plötzlich steigt ein Klub auf, mit dem auch nie wirklich jemand ernsthaft gerechnet hat – und Aufstiegskandidaten hängen tief im Abstiegskampf.

Klingende Namen wie Schalke, Bremen und der HSV versuchen in diesem Jahr, um den Aufstieg mitzuspielen.
Klingende Namen wie Schalke, Bremen und der HSV versuchen in diesem Jahr, um den Aufstieg mitzuspielen.

Fazit – zwei Mal erwartbar, zwei Mal enttäuschend

Fakt ist: Weder Bremen noch Schalke können mit der bisherigen Saison zufrieden sein. Sie sind aktuell reines Mittelmaß und weit von den vorderen Plätzen entfernt. Dresden macht nahtlos dort weiter, wo es auch bis vor drei Jahren in der Zweiten Liga funktioniert hat und Ingolstadt und Hansa haben nur die Linie im Blick, die in der Tabelle die Abstiegsplätze markiert.

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