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Maßnahme gegen toxisches Verhalten: Riot deaktiviert Chat

13.10.2021 11:29
Spielentwickler Riot kämpft seit Jahren gegen unsportliches Verhalten in LoL an
© Vctor Lerena via www.imago-images.de
Spielentwickler Riot kämpft seit Jahren gegen unsportliches Verhalten in LoL an

Unsportliches Verhalten wie beispielsweise Beleidigungen oder höhnische Kommentare stellen seit vielen Jahren ein Problem in League of Legends dar. Spieleentwickler Riot Games kündigte nun an, die Chatfunktion stark einzuschränken.

Im Rahmen einer LoL-Partie gab es die Möglichkeit, sowohl mit Mitspielenden als auch mit Gegnern über den Chat zu kommunizieren. Letzteres wird mit mit dem nächsten Patch (11.21) nicht mehr möglich sein.

Denn der "/all"-Chat wurde in der Vergangenheit häufig dazu genutzt, das gegnerische Team mit unsportlichen Kommentaren zu konfrontieren. Auch wenn LoL-Entwickler Riot immer wieder dazu aufforderte, von sogenanntem toxischen Verhalten abzusehen, verbesserte sich die Lage niemals nennenswert.

Teaminterne Kommunikation weiter möglich

In einem Blog-Beitrag betont der Spieleentwickler, dass viele Zockende die globale Chatfunktion in der Vergangenheit dazu genutzt haben, um Lob oder konstruktive Kritik zu äußern. Dem gegenüber stand jedoch eine wachsende Anzahl negativer Äußerungen.

Der Team-Chat bleibt hingegen erhalten. Riot weist in dem Blog-Beitrag darauf hin, auch in diesem Bereich mit großen Problemen in Bezug auf unsportliche Kommentare zu kämpfen.

Doch ohne teaminterne Kommunikation stellen strategische Absprachen praktisch ein Ding der Unmöglichkeit dar. Dementsprechend hält man beim LoL-Publisher den Team-Chat für unverzichtbar.

Maßnahme wird nicht alle Probleme lösen können

Zwar verschwindet der "/all"-Chat, Sticker und Emotes der Champions sind allerdings nach wie vor für alle sichtbar. Im Rahmen der Spielzusammenfassung wird es darüber hinaus nach wie vor möglich sein, Gegnern zu gratulieren oder sich für ein faires Spiel zu bedanken.

Besagte Maßnahme könnte durchaus für weniger toxisches Verhalten sorgen. Allerdings stellen Teammitglieder, welche Mitspielende für vermeintliche Fehler oder angeblich inkompetentes Verhalten anprangern, ein eventuell noch größeres Probleme dar.