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Gründe "im privaten Bereich"

Hertha-Beben: Vorstands-Chef Carsten Schmidt räumt Posten

12.10.2021 16:10
Verlässt Hertha BSC: Carsten Schmidt
© O.Behrendt via www.imago-images.de
Verlässt Hertha BSC: Carsten Schmidt

Fußball-Bundesligist Hertha BSC muss sich nach einem neuen Vorstands-Chef umsehen. Am Dienstag bestätigte der Hauptstadtklub die Trennung vom bisherigen Amtsinhaber Carsten Schmidt. 

Nachdem zuvor schon der "Tagesspiegel" über die Trennung berichtete, bestätigte der Klub das Aus von Schmidt am Dienstagnachmittag.  

"Hertha BSC und Carsten Schmidt, Vorsitzender der Geschäftsführung unseres Hauptstadtclubs, haben sich auf die sofortige Auflösung des Arbeitsverhältnisses geeinigt. Die Gründe für die Amtsniederlegung von Schmidt liegen im privaten Bereich. Den Aufgabenbereiche des 58-Jährigen übernehmen die beiden Geschäftsführer Fredi Bobic und Ingo Schiller", hieß es in einer Erklärung auf der Homepage der Herthaner.

"Ich danke dem Präsidium und Aufsichtsrat von Hertha BSC, dass meinem Wunsch zur Vertragsauflösung einvernehmlich und kurzfristig nachgekommen wurde. Es sind ausschließlich unauflösbare private Gründe aufgrund von Krankheit in meinem direkten familiären Umfeld, die mich zu diesem Schritt veranlassten", erklärte Schmidt, der sich bei seinen Kollegen und Mitarbeitern ausdrücklich bedankte und versprach: "Ich werde als Mitglied dem Klub auf immer eng verbunden bleiben."

Hertha verfolgte mit Schmidt große Ziele

Der langjährige CEO des Medienkonzerns "Sky" wollte von Beginn an eher Taten als Worte sprechen lassen. Damals kommentierte er seine neue Aufgabe sehr knapp: "Nur ein Satz: Ich freue mich wirklich sehr auf die Arbeit als CEO in Berlin, meine neuen Kolleginnen und Kollegen und die gesamte Hertha BSC Fußballfamilie!"

Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Torsten-Jörn Klein schwärmte regelrecht von Schmidt. "Wir bekommen einen erfahrenen, entscheidungsstarken und teamorientierten Manager, der in den Geschäftsfeldern, die er zukünftig verantwortet, eine exzellente Expertise mitbringt", betonte er bei dessen Vorstellung.

Schmidt wollte mit Hertha angreifen

In einer Medienrunde erklärte Schmidt im Januar, dass er eine "neue Facette in die Unternehmensführung" der Hertha einbringe. Mit seinen damals neuen Kollegen habe er die Arbeitsteilung "schnell und gut und einvernehmlich" erörtert.

Schmidt arbeitete vor allem daran, eine neue Kultur bei der Alten Dame entstehen zu lassen. Er richtete angesichts der tristen Vergangenheit den Blick nach vorne.

"Wir haben etwas anzubieten. Wir haben, was viele andere Standorte nicht haben", teilte er vor wenigen Monaten mit. Zusammen mit Schmidt wollte Hertha das ungenutzte Potenzial, das der Hauptstadtklub besitzt, endlich auch nutzen. 

"Wir sehen uns schon als eine Gruppe, die attackieren möchte", gab Schmidt damals an. Nun wird dies aus persönlichen Gründen ohne ihn passieren müssen.

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