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EA-Mitarbeiter verteidigt Pay-2-Win in FUT

12.10.2021 12:52
Spieleentwickler EA muss sich immer wieder für Pay-2-Win-Praktiken rechtfertigen
© Jakub Porzycki via www.imago-images.de
Spieleentwickler EA muss sich immer wieder für Pay-2-Win-Praktiken rechtfertigen

In einem Interview mit der Online-Plattform "eurogamer.de" äußerte sich EA-Mitarbeiter Chris Bruzzo zu FIFA 22. Besonders die Themen Glücksspiel und Pay-2-Win-Mechanik standen im Fokus des Gesprächs.

Spieleentwickler EA bietet Lootboxen für echtes Geld an, obwohl viele Studien zeigen, dass junge Menschen diesbezüglich besonders gefährdet sind. Bruzzo betonte allerdings, dass Kinder nicht die Zielgruppe der kostenpflichtigen FUT-Packs darstellen.

Der EA-Mitarbeiter weißt darauf hin, dass die "Standardeinstellung keine Ausgabe von Konten an Jugendliche unter 18 Jahren vorsieht. (…) Kinder sollen in FIFA nichts ausgeben."

Problematisch bleibt jedoch die Tatsache, dass zwar Kinder nicht die Zielgruppe von Mikrotransaktionen in FIFA 22 darstellen. Lootboxen sind in besagtem Spiel, auf welches Kinder Zugriff haben, dennoch frei verfügbar.

Packs als willkommene Herausforderung?

Laut Chris Bruzzo dienen die FUT-Packs dem Zweck, eine realistische Spielmechanik in FIFA 22 zu implementieren:

"Wir haben diese Dinge über einen langen Zeitraum hinweg entwickelt, um zu zeigen, wie es sich anfühlt, die schwierigen strategischen Entscheidungen zu treffen, die man treffen muss, wenn man einen Kader zusammenstellt, der genau so funktioniert, wie der Kader, den man managen möchte und mit dem man spielen möchte."

Der EA-Mitarbeiter betont mehrfach, dass nur jedes zehnte Pack mit FIFA-Points und damit mit Echtgeld gezogen wird. Zudem investieren laut Chris Bruzzo lediglich 22 Prozent der FUT-Spielenden echtes Geld in ihr Team.

Pay-2-Win als Mittel gegen Zeitmangel?

Dass die FIFA-Reihe zukünftig ohne Lootboxen auskommt, scheint im Hause EA keine Option darzustellen. Denn die Pay-2-Win-Mechanik wird mit einem weiteren Argument verteidigt:

"Mit 52 Jahren habe ich nicht mehr so viel Zeit wie früher. Als ich 22 war konnte ich spielen und das Team aufbauen, das ich wollte.

Heute habe ich mich dafür entschieden, das Spiel zu spielen, FUT-Münzen zu verdienen und ein bisschen Geld für FIFA-Punkte auszugeben, um meinen Kader aufzustocken. Und ich finde, diese Entscheidung sollte ich treffen dürfen."

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