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Tennis-Teenie Emma Raducanu auf dem Weg zur Milliardärin

08.10.2021 13:10
Emma Raducanu verzückt die Tennis-Welt
© Rob Prange/Shutterstock via www.imago-images.de
Emma Raducanu verzückt die Tennis-Welt

Der Rummel um Emma Raducanu ist seit ihrem US-Open-Sieg gewaltig. Und das könnte erst der Anfang sein - die britische Tennis-Sensation ist auf dem Weg zum Weltstar.

Wie oft sich Emma Raducanu in den vergangenen vier Wochen kneifen musste, ist nicht überliefert. Vielleicht ja, als nach ihrem fantastischen Coup bei den US Open die Glückwünsche der Queen eintrudelten. Oder als sie an der Seite von Herzogin Kate ein paar Bälle schlug.

Möglicherweise mag sich die britische Tennis-Sensation auch wie im Traum vorgekommen sein, während sie bei der Met Gala in New York, der Londoner Fashion Week oder der Premiere des neuen Bond-Films über die roten Teppiche flanierte.

Dabei nicht unwichtige Randnotiz: Raducanu ist erst 18 Jahre alt. Seit sie aber am 12. September in New York aus dem Nichts zur neuen Tennis-Königin aufstieg, ist ein Hype gewaltigen Ausmaßes um den Teenager entstanden. Und das längst nicht mehr nur auf der Insel, wo die BBC die Heimkehr der ersten britischen Grand-Slam-Siegerin seit 44 Jahren live im TV übertrug.

"So langsam beginne ich, das alles zu realisieren"

"So langsam beginne ich, das alles zu realisieren", sagte Raducanu am Rande des WTA-Turniers in Indian Wells - ihrem erst sechsten auf Profiebene überhaupt - im Interview mit Eurosport zwar: "Aber ich denke, ich werde noch Zeit brauchen, um es vollständig zu begreifen."

Das verwundert keineswegs. Ihr Leben wurde komplett auf den Kopf gestellt, allerorten herrscht "Emma-Mania". Bevor Raducanu im Sommer in Wimbledon mit ihrem Achtelfinaleinzug ersten Eindruck hinterließ, hatte sie nicht einmal 10.000 Instagram-Follower. Seit den US Open sind es über zwei Millionen - den britischen Tennis-Helden und zweimaligen Wimbledon-Champion Andy Murray (1,7 Millionen) hat sie schon überflügelt.

Sponsoren reiben sich die Hände, schließlich hat die charmante wie eloquente Tochter einer Chinesin und eines Rumänen das Zeug zum Weltstar. Nach ihrem Triumph in New York eröffnete sie etwa einen Account beim chinesischen Kurznachrichten-Dienst Weibo und grüßte per Videobotschaft ihre Fans aus dem Reich der Mitte in fließendem Mandarin.

Marketing-Experten prognostizieren bereits, dass Raducanu in ihrer Karriere die Marke von einer Milliarde Dollar Einnahmen übertreffen könnte.

Maria Sharapovas Manager hilft auch Emma Raducanu

Zum Vergleich: Schätzungen zufolge hat Roger Federer - seines Zeichens 20-maliger Grand-Slam-Champion - das gerade erst im Alter von 40 Jahren geschafft.

Und während Raducanu nach der Trennung von Andrew Richardson noch einen neuen Trainer sucht, hat sie den richtigen Manager für eine Weltkarriere schon gefunden. Der Amerikaner Max Eisenbud machte einst die russische Tennis-Diva Maria Sharapova zur bestverdienenden Sportlerin der Welt.

Noch kommt Raducanu mit dem Rummel erstaunlich gut klar und bleibt auf dem Boden. Trotz des dicken Siegerschecks über mehr als zwei Millionen Euro aus New York habe sie auf große Investitionen verzichtet und sich lediglich neue Kopfhörer gekauft, erzählte sie. Und auch die vielen Gala-Auftritte seien gewiss nicht das Highlight der vergangenen Wochen gewesen.