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Ablösefreier Wechsel im kommenden Sommer?

Zukunft "völlig offen": Süle schließt Bayern-Abgang nicht aus

08.10.2021 11:20
Niklas Süle könnte den FC Bayern ablösefrei verlassen
© Joan Valls via www.imago-images.de
Niklas Süle könnte den FC Bayern ablösefrei verlassen

Niklas Süle erhofft sich vor einer möglichen Vertragsverlängerung beim FC Bayern wohl ein Zeichen der Wertschätzung durch die Bosse.

"Ich weiß, was ich an dem Klub habe. Ich weiß aber auch, dass es bei solchen Entscheidungen immer um Vertrauen geht - um das Vertrauen von mir in den Klub, vor allem aber auch umgekehrt", sagte Süle der "Süddeutschen Zeitung".

Der Vertrag des 26-Jährigen läuft im Sommer aus, er könnte dann ablösefrei wechseln. Zuletzt hieß es, er müsse sich nach schwierigen Monaten erst wieder mit Leistung für einen neuen Kontrakt empfehlen. Diese aber zeigt er unter Trainer Julian Nagelsmann.

Süle sieht seine Zukunft als "völlig offen" an. Er und seine Familie fühlten sich in München sehr wohl, "aber ich muss mir trotzdem erstmal klar werden, was das Beste für mich ist. (...) Ich habe nie gesagt, dass ich auf jeden Fall weg muss, ich habe nie gesagt, dass ich auf jeden Fall hier bleibe."

Zukunft beim FC Bayern offen

Sollten allerdings beide Seiten zu dem Schluss kommen, dass eine weitere Zusammenarbeit sinnvoll sei, würde er "alles daran setzen, hier zu bleiben". Andernfalls könne er sich vorstellen, "dass ich sage: Ich bin ablösefrei und wage noch mal was Neues."

Die kürzlich veröffentlichten Zitate Süles aus angeblichen Handy-Chats, in denen er von Klubs in England wie Manchester United oder Tottenham Hotspur schwärmt, ordnete er mit den Worten ein: "Das ist wirklich lange her. Damals gab es ein paar Sachen, die einfach nicht rund liefen."

Sonderlob für Hansi Flick

In dem Interview bezog Süle auch zur deutschen Nationalmannschaft Stellung. Seine zuletzt starken Leistungen schrieb der Abwehrstar vor allem dem neuen Bundestrainer Hansi Flick zu.

"Die EM ist natürlich auch für mich enttäuschend verlaufen. Umso mehr genieße ich es, wie es jetzt läuft, mit meinem ehemaligen Vereinscoach Hansi Flick als Bundestrainer", so der Innenverteidiger. Flick habe "viele neue Impulse reingebracht, die uns als Mannschaft definitiv gut tun".

Damit wolle er nicht sagen, dass Flicks Vorgänger Joachim Löw ("Herr Löw") "das vorher verkehrt gemacht hat", meinte Süle. "Aber manchmal braucht eine Mannschaft einfach einen neuen Impuls, und der ist, glaube ich, auch schon auf die Zuschauer übergesprungen."

Der neue Bundestrainer, mit dem Süle bei den Bayern sieben Titel gewonnen hat, habe ihn kurz nach der EM angerufen und ihm gesagt, "was er vorhat und dass er mein Leistungsvermögen ja aus dem Verein kennt", verriet der 26-Jährige. "Er wollte wissen, was ich mir vorstellen kann, was ich bereit bin zu investieren - und er meinte, dass wir dann gemeinsam eine Menge erreichen könnten. Solche Signale sind für einen Spieler schon wichtig."

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