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"Ich konnte ihn nicht sehen"

Vettel-Crash für Stroll "keine große Sache"

26.09.2021 22:06
Lance Stroll konnte seinen guten Start nicht in Punkte umwandeln
© Mark Sutton via www.imago-images.de
Lance Stroll konnte seinen guten Start nicht in Punkte umwandeln

Lance Stroll gehörte im Formel-1-Regenchaos in der Schlussphase beim Großen Preis von Russland zu den Verlierern. Der Kanadier lag eigentlich das ganze Rennen über in den Top 10, doch ein zu später Wechsel auf Intermediates kostete den Aston-Martin-Piloten einen Platz in den Punkten. Er wurde am Ende Elfter.

"Es ist wirklich schade, dass der Wetterumschwung uns eine große Chance auf ein gutes Ergebnis und viele Punkte gekostet hat", hadert Stroll nach dem Rennen. Er war erst am Ende der 48. Runde an die Box gefahren, andere Fahrer wie Valtteri Bottas, Kimi Räikkönen oder George Russell wurden mit einem früheren Stopp jedoch vor ihn gespült.

Den Fehler nimmt er dabei auf seine Kappe: "Ich habe die Entscheidung getroffen, dass wir draußen bleiben und versuchen, es bis zum Ende zu schaffen, also liegt es an mir", gibt er zu.

Dabei hatte es zu Rennbeginn für Stroll eigentlich sehr gut ausgesehen. Nach einem tollen Start lag er in der Anfangsphase auf Platz vier, bevor er nach zwölf Runden als erster Fahrer zum Reifenwechsel kam, um sich die harten Pneus abzuholen. Dabei kam er auch am bis dahin vor ihm liegenden Russell vorbei.

"Das Resultat war eine Enttäuschung für uns"

Dann aber wurde sein Rennen schlechter: "Im zweiten Stint hatte ich die ganze Zeit Verkehr und hing immer im DRS-Zug fest. Und das hilft den Reifen natürlich nicht", sagt er. Stroll verlor einige Plätze, lag aber immer noch auf Platz neun, als der Regen einsetzte.

Und der spülte ihn dann aus den Top 10: "Wir hätten deutlich eher stoppen können. Das hätte unser Rennen wirklich verändert", hadert er. "Das Resultat war eine Enttäuschung für uns", sagt auch Teamchef Otmar Szafnauer. "Aber wenn es plötzlich so regnet, spielt Glück meistens eine genauso große Rolle wie Einschätzung."

Kollision mit Vettel und Gasly

Zuvor machte Stroll aber noch einmal mit zwei anderen Szenen auf sich aufmerksam - wenn auch ungewollt. Erst kollidierte er mit Teamkollege Sebastian Vettel, als dieser ihn überholen wollte, dann rauschte er AlphaTauri-Pilot Pierre Gasly ins Heck und bekam dafür nachträglich eine Zehn-Sekunden-Strafe aufgebrummt.

"Lance trug die volle Schuld dafür. Er ist einfach in Pierre reingefahren, um es einfach zu sagen", erklärt Rennleiter Michael Masi. "Da gibt es kein Wenn und Aber." Zusätzlich bekam der Kanadier noch zwei Strafpunkte. Mit deren acht führt er derzeit die Strafpunkte-Tabelle an .

Für die Szene mit Teamkollege Vettel ging er aber straffrei aus. "Ich konnte ihn nicht sehen", verteidigt sich Stroll. "Ich habe versucht, auf der Strecke zu bleiben, und wir haben uns berührt. Keine große Sache."