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Pleiten und Verletzte: Vizemeister Flensburg angeknockt

24.09.2021 12:49
Maik Machulla wartet mit der SG Flensburg-Handewitt auf einen Sieg
© Holsteinoffice.de/Jörg Lühn via www.imago-images.d
Maik Machulla wartet mit der SG Flensburg-Handewitt auf einen Sieg

Drei Pleiten in Serie, noch mehr Verletzungen: Die SG Flensburg-Handewitt hat einen Stotterstart in die neue Saison hingelegt.

Maik Machulla wirkte schwer angeknockt, der neuerliche Tiefschlag in den Schlusssekunden des Champions-League-Spiels hatte gesessen. "Es ist extrem bitter. Das tut richtig dolle weh", sagte der Trainer SG Flensburg-Handewitt nach dem unglücklichen 27:28 (12:13) beim portugiesischen Meister FC Porto.

"Es hätte uns extrem viel geholfen, mal mit einem Erfolgserlebnis nach Hause zu fahren, und hätte uns für die nächsten Wochen einfach auch ein bisschen Selbstvertrauen und Energie in die Mannschaft gegeben", sagte Machulla geknickt.

Doch der Konjunktiv ist momentan nicht Flensburgs Freund, statt des sehnlichst erwarteten Erfolgserlebnisses kassierte der personell schwer angeschlagene Vizemeister seine dritte Niederlage nacheinander. Seit vier Pflichtspielen, also seit dem ersten Ligaspieltag, warten die Nordlichter inzwischen auf einen Sieg.

Kein Wunder, dass der SG-Meistercoach der Jahre 2018 und 2019 nach dem Porto-Krimi von einer "wahnsinnig schweren Situation" sprach. Dem Stotterstart in der Liga mit 3:3 Punkten und der klaren Derby-Pleite beim THW Kiel (23:33) folgte nun der nächste Rückschlag in der Königsklasse. Die SG droht ihre hohen Ziele auch wegen dramatischer Personalprobleme schon früh aus den Augen zu verlieren.

Machulla mahnt angesichts der vielen Verletzungen zu "Ruhe und Geduld. Alles andere wird uns dieses Jahr nicht weiterhelfen". Denn auch in Portugal musste Flensburg aufgrund großer Verletzungssorgen mit drei Rückraumspielern im Angriff durchspielen und konnte seinem Mittelblock in der Abwehr keine Verschnaufpausen gönnen. Zumindest für etwas Entlastung dürften die kommenden spielfreien Tage sorgen.

SG Flensburg-Handewitt mit schweren Gegnern

"Das Wochenende kommt uns zugute, dass wir ein bisschen regenerieren können", sagt Machulla und wirbt um die "Unterstützung von allen Beteiligten" in Verein und Klubumfeld. Die Spieler, und das betonte der Coach, "geben wirklich ihr letztes Hemd und kämpfen um jeden Ball". Das wird allerdings auch nötig sein, denn das Programm wird nicht leichter.

Flensburg, Königsklassen-Sieger von 2014, trifft am kommenden Mittwoch auf Paris Saint-Germain. Zudem geht es in der schweren Gruppe B unter anderem noch gegen Vive Kielce, das Team von Nationaltorhüter Andreas Wolff.

Zur Erinnerung: Nur die beiden besten Mannschaften jeder Achtergruppe qualifizieren sich direkt für das Viertelfinale. Danach sieht es angesichts von aktuell 0:4 Punkten momentan nicht aus.

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