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"Ich sehe wieder Licht am Ende des Tunnels"

Punktabzug? Schalkes Finanzchefin äußert sich

16.09.2021 09:29
Sieht "Licht am Ende des Tunnels" beim FC Schalke 04: Christina Rühl-Hamers
© Tim Rehbein/RHR-FOTO via www.imago-images.de
Sieht "Licht am Ende des Tunnels" beim FC Schalke 04: Christina Rühl-Hamers

Aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Situation droht dem FC Schalke 04 in der 2. Bundesliga ein Punktabzug. Wie wahrscheinlich dieses Szenario ist, dazu äußerte sich nun Finanz-Vorständin Christina Rühl-Hamers.

Abstieg aus der Bundesliga nach einer wahren Horror-Saison und inzwischen ein Schuldenstand von über 200 Millionen Euro: Die Situation des FC Schalke 04 ist gleich auf mehreren Ebenen besorgniserregend. 

Weil es Bedenken in Bezug darauf gab, ob der klamme Revierklub die laufende Zweitligasaison ohne Probleme finanzieren kann, erließ die DFL im Frühjahr Auflagen für Schalke. Am Mittwoch (15. September) endet die den Königsblauen gestellte Frist zum Nachweis, dass die Liquiditätslücke ausreichend geschlossen ist.

Vorständin Christina Rühl-Hamers ist guter Dinge, dass der S04-Führung diese Herausforderung gelungen ist. "Die Unterlagen, die wir eingereicht haben, werden dazu führen, dass wir die Auflagen erfüllen", sagte die 45 Jahre alte Schalker Finanzchefin im "WAZ"-Interview.

FC Schalke 04 "für den Moment" stabil

Ein Punktabzug sei "nur bei Nicht-Erfüllung der Auflagen möglich", betonte Rühl-Hamers. "Peter Knäbel (S04-Sportvorstand, Anm. d. Red.) und ich haben schon vor Monaten gesagt, dass wir die Auflagen erfüllen werden, weil wir vorbereitet waren. Ich hatte oft den Eindruck, dass das nicht jeder geglaubt hat."

"Für den Moment" habe Schalke eine "gewisse wirtschaftliche Stabilität erreicht", sagte Rühl-Hamers. "Ich sehe wieder Licht am Ende des Tunnels. Es darf aber nicht der Eindruck entstehen, dass alle Hausaufgaben für die kommenden Monate und Jahre geschafft sind." Für die "Herkulesaufgabe" Kaderumbau brauche es "mindestens zwei, drei Saisons". Rühl-Hamers erwartet vor diesem Hintergrund für die nächste Saison erneut Auflagen im Lizenzierungsverfahren.

Nach dem Abstieg verordnete sich Schalke einen rigorosen Sparkurs. Auch zahlreiche Großverdiener des Spieler-Kaders mussten die Gelsenkirchener verlassen. Wie hoch der Personal-Etat für die 2. Liga letztendlich ist, ist jedoch unbekannt.

Wie hoch ist der Personal-Etat des FC Schalke 04?

"Aus Gründen der Wettbewerbsfähigkeit würde ich ungern konkrete Zahlen nennen", sagte Rühl-Hamers. "Perspektivisch" sei das Ziel der Aufstieg, erklärte die S04-Vorständin, "deshalb wollen wir ein wettbewerbsfähiges Budget zur Verfügung stellen."

Über Schalkes Aktivitäten auf dem Transfermarkt in diesem Sommer zeigte sich Rühl-Hamers "stolz", erklärte jedoch gleichzeitig: "Wir haben nicht die Höhe an Transfer-Erlösen erzielt, die wir uns vorgestellt hatten. Durch die Corona-Pandemie war es ein Stück weit erwartbar, dass die Transferperiode holprig werden kann."

Bei Abgänge wie dem von Ozan Kabak oder Amine Harit habe man eigentlich "hohe Erlöse" erwartet. Es sei aber "auch ein Erfolg, dass wir sie noch ausgeliehen haben".

Für die Zukunft plane Schalke "in unterschiedlichen Szenarien", so Rühl-Hamers, also zweigleisig für die 1. und 2. Bundesliga.

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