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Kein Rennen in Deutschland

Mehr Sprintrennen und Grand-Slam-Sieger: F1-Pläne enthüllt

15.09.2021 13:44
Stefano Domenicali bedauert, dass 2022 nicht in Deutschland gefahren wird
© nordphoto GmbH / Bratic via www.imago-images.de
Stefano Domenicali bedauert, dass 2022 nicht in Deutschland gefahren wird

Nach 14 Rennen der Formel-1-Saison 2021 führt Youngster Max Verstappen die WM-Wertung mit 226,5 Punkten vor Rekordweltmeister Lewis Hamilton (221,5 Punkte) an. Unlängst knallte es in Monza zum wiederholten Male zwischen den beiden Superstars, beide Piloten fielen in Italien aus. F1-Boss Stefano Domenicali hat sich nun zum hochspannenden Duell geäußert und dem Kalender für die kommende Saison geäußert.

"Wir sehen mit dem derzeitigen Duell Hamilton und Verstappen eines der besten aller Zeiten – und schauen Sie: alt gegen jung. Besser geht es nicht! Diese Saison ist außergewöhnlich", schwärmt Domenicali im Interview mit der "Sport Bild". Das Duell befinde sich "jetzt am ultimativen Level".

Dass der Fight nach dem vieldiskutierten Crash beim Italien-Grand-Prix eskaliert, befürchtet Domenicali allerdings nicht. "Wenn man ans Limit geht, kann so etwas passieren", spielt der 56-Jährige alle Bedenken herunter.

Für die deutschen Fans der Motorsport-Königsklasse hat der Italiener derweil keine guten Nachrichten im Köcher. Hoffnungen, die F1 könne 2022 wieder in Deutschland gastieren, erstickt Domenicali. Er "bedauere das sehr", habe aber "das Gefühl, dass sich die Veranstalter nicht richtig trauen, einen Grand Prix auszutragen". Ein Rennen auf dem Hockenheim oder Nürburgring werde es im kommenden Jahr nicht geben. 

Etwa ein Drittel der Formel-1-Rennen 2022 steigen in Europa

Eine grundlegende Idee von der Saison 2022 hat der F1-Chef allerdings bereits. Der Auftakt werde in Bahrain stattfinden, so Domenicali, der zudem etwa ein Drittel der Rennen in Europa verortet. Der Rest werde "über die Welt verteilt". Man habe "Anfragen aus Afrika, wir sprechen mit Südafrika, Nordafrika, dazu ein, zwei Rennen im Fernen Osten wie Korea".

Zudem dürften sich deutlich mehr Sprintrennen im Kalender finden. "Wir überdenken gerade das Format, aber ich kann mir vorstellen, dass wir bis zu sieben Sprintrennen haben", stellt Domenicali in Aussicht. 2021 debütierte das Format und wird insgesamt dreimal ausgetragen.

Außerdem denke man darüber nach, einen F1-Grand-Slam einzuführen. "Wer den Sprint-Titel und den WM-Titel gewinnt, ist Grand-Slam-Sieger. Die Formel 1 braucht Veränderung", stellt der Formel-1-Macher klar.