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Verlässt der U21-Coach den DFB?

"Noch keine Einigung" zwischen Kuntz und der Türkei

14.09.2021 18:53
Verantwortet seit 2016 die U21-Nationalmannschaft Deutschlands: Stefan Kuntz
© Anke Waelischmiller/Sven Simon via www.imago-image
Verantwortet seit 2016 die U21-Nationalmannschaft Deutschlands: Stefan Kuntz

U21-Europameister-Coach Stefan Kuntz soll neuer türkischer Fußball-Nationaltrainer werden.

Dies berichten türkische Medien und posteten bei Twitter sogar die Boardkarte von Kuntz für einen Flug am Dienstagnachmittag nach Istanbul. Dort sollen Verhandlungen mit dem neuen Nationalmannschaftsdirektor und Ex-Bundesliga-Profi Hamit Altintop aufgenommen werden.

Es gibt Gespräche, aber noch keine Einigung", sagte der 58-Jährige der "Deutschen Presse-Agentur". Zuvor hatte er bei der "Bild"-Zeitung über ein Interesse aus der Türkei und "Kontakt" gesprochen.

Kuntz, Europameister von 1996, war als Aktiver einst Profi von Besiktas Istanbul gewesen (1995/96). Nach dem EM-Triumph in diesem Sommer mit der U21 war der einstige Torjäger auch als Bundestrainer der deutschen A-Nationalmannschaft gehandelt worden. Allerdings schenkte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) Ex-Bayern-Coach Hansi Flick als Nachfolger von Joachim Löw das Vertrauen.

Türkei trennte sich von Senol Günes

Kuntz hatte Anfang September das "Interesse von Verbänden und Klubs" an seiner Person bestätigt. "Es ist normal, dass einen das zum Nachdenken bringt", meinte er. Kuntz hatte zuletzt dreimal in Folge mit der U21 das EM-Finale erreicht und dabei zweimal den Titel geholt. Der DFB hat stets auf einen Verbleib seines Erfolgscoaches gehofft.

Am vergangenen Freitag hatte sich der türkische Verband von Senol Günes nach etlichen Misserfolgen getrennt. Dem 69 Jahre alten Coach wurde die sportliche Talfahrt in den vergangenen Wochen und Monaten zum Verhängnis.

Auch die Qualifikation für die WM-Endrunde 2022 in Katar ist in Gefahr. In der WM-Qualifikationsgruppe G liegt die Mannschaft nach einer 1:6-Blamage in Amsterdam hinter den Niederlanden und Norwegen nur auf dem dritten Platz.

Die Türkei hatte bei der paneuropäischen EM-Endrunde im Sommer nach drei Niederlagen und nur einem erzielten Treffer stark enttäuscht und war bereits in der Gruppenphase gescheitert.