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Redding freut sich trotz "schrecklicher" Zusammenarbeit

08.09.2021 12:38
Scott Redding fuhr für Aprilia
© FSA /Eibner-Pressefoto via www.imago-images.de
Scott Redding fuhr für Aprilia

Aleix Espargaro bescherte Aprilia beim Grand Prix von Großbritannien in Silverstone das erste Podium in der MotoGP-Viertaktära. Es war der Lohn für viele harte Jahre. Aprilia verheizte über die Jahre eine Reihe von Fahrern, zu denen auch Scott Redding gehört.

Der Brite fuhr in der Saison 2018 für Aprilia und erlebte als WM-21. eine enttäuschende Saison. Redding und Aprilia trennten sich am Ende der Saison nicht im Guten. Dennoch kann sich der 28-Jährige für seinen ehemaligen Arbeitgeber freuen.

"Es hat mich nicht überrascht, ehrlich gesagt", kommentiert Redding im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. "Ich freue mich für sie, auch wenn ich unsere gemeinsame Zeit nicht schätze. Ich erlebte mit Aprilia eine schwierige Zeit. Es war schrecklich. Ich war zur falschen Zeit dort."

"Wir hatten viele Streitigkeiten, weil die Ergebnisse ausblieben. Ich bin ein Fahrer, der gewinnen möchte. Doch das passierte nicht. Es gab viele Dramen. Ich fühlte mich nicht respektiert. Es war nicht schön. Doch ich bin nicht nachtragend", erklärt Redding, dessen MotoGP-Karriere damals zu Ende ging.

Redding wusste zeitweise nicht, ob er seine Karriere fortsetzen soll. "Zur damaligen Zeit war es beschissen", bemerkt der Brite und lobt das Durchhaltevermögen von Aprilia: "Sie haben sich weiterentwickelt und sind vorangekommen. Sie haben das Projekt nicht aufgegeben und es jetzt aufs Podium geschafft. Ich freue mich für sie."

Großer Respekt vor Aleix Espargaro

"Ich muss Aleix gratulieren", so Redding. "Er stand so viele Jahre hinter dem Projekt und ist mit ihnen durch dick und dünn gegangen. Sie haben gute und schlechte Zeiten durchlebt. Er hat sie zu ihrem ersten Podium geführt. Es ist gut für ihn, weil er hart gearbeitet hat. Für Aprilia ist es gut, denn dadurch geben sie nicht auf und haben die Motivation, weiterhin an Entwicklungen zu arbeiten."

Neben dem Podium in Silverstone sorgte Aprilia mit der Verpflichtung von Maverick Vinales für weitere Schlagzeilen. Der Spanier testete die Aprilia RS-GP bereits in Misano und wird in Aragon sein erstes Renn-Wochenende für Aprilia bestreiten.

"Ich bin sehr gespannt, wie es jetzt mit Maverick weiter geht", bemerkt Redding. "Es hat mich aus Vertragssicht überrascht, wie er ein Team verlassen und beim nächsten Rennen für ein anderes Team fahren kann. Es ist das erste Mal in der Geschichte, dass so etwas vorkam. Ich bin sehr gespannt, wie das läuft", zeigt sich Redding sehr interessiert und warnt: "Tests sind eine Sache, Rennen sind eine andere Sache."