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Talent stellte Drittliga-Rekord auf

BVB-Youngster bei der U19 "unterfordert"

07.09.2021 08:32
Abdoulaye Kamara lief bei einem Testspiel bereits für die BVB-Profis auf
© David Inderlied via www.imago-images.de
Abdoulaye Kamara lief bei einem Testspiel bereits für die BVB-Profis auf

Mitte Juli 2021 verkündete Borussia Dortmund die Verpflichtung von Abdoulaye Kamara. Somit jagte der BVB dem französischen Top-Klub Paris Saint-Germain einmal mehr ein Top-Talent ab und sicherte sich die Dienste des hochveranlagten 16-Jährigen, der in Dortmund bei den A-Junioren durchstarten sollte. Der U19 ist Kamara inzwischen aber wohl bereits entwachsen. 

Kamara sei bei der U19, "für die er ursprünglich vorgesehen war, unterfordert", heißt es in einem Bericht der "Ruhr Nachrichten". Daher gehört der zentrale Mittelfeldspieler inzwischen fest zum BVB II, der sein Glück in der 3. Liga versucht.

"Wir haben in ein paar Situationen gesehen, dass er ein Riesenpotenzial besitzt. Trotzdem wollen wir ihn langsam aufbauen. Es dauert noch ein bisschen, bis er reinfindet. Wir können noch nicht richtig einschätzen, wie lange die Kraft reicht. Wir werden das peu à peu steigern", zitiert die Zeitung BVB-II-Trainer Enrico Maßen in diesem Zusammenhang. 

In der laufenden Saison stand der Youngster aus Guinea bereits viermal für die U23 auf dem Rasen, bei seinem Debüt am 13. August 2021 avancierte er mit 16 Jahren und 280 Tagen zum jüngsten Spieler der Drittliga-Geschichte. 

BVB-Talent wird "total integriert"

Bislang stehen allerdings nur Kurzeinsätze zu Buche. Laut Maßen fehlt Kamara, der die Vorbereitung mit den Profis trainierte, noch etwas die Bindung zum Team. Maßen stellte jedoch heraus, dass das Zusammenspiel mit jeder Einheit besser, Kamara "total integriert" werde. 

Neben Kamara stehen im Kader der Schwarz-Gelben mit den Innenverteidigern Soumaila Coulibaly und Dan-Axel Zagadou zwei weitere Akteure, die ihr Handwerk beim Nachwuchs von PSG erlernten. Dass absolute Leistungsträger aus dem Nachwuchs immer häufiger und zumeist ablösefrei den Weg zu deutschen Spitzenklubs suchen, sorgte in Paris zuletzt mehrfach für Seitenhiebe in Richtung Bundesliga. 

"Sie sprechen mit der Familie. Sie versuchen sie zu überzeugen, wenn sie erst 15 Jahre alt sind. Das sollte verboten sein", wetterte PSG-Sportdirektor Leonardo Ende Februar in einem Interview mit dem französischen Radiosender "France Bleu".

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