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WM-Quali. Südamerika

Große Aufregung um Provokationen gegen Neymar

Argentinien nach "kriminellen Tritt" gegen Messi erbost

03.09.2021 11:26
Wurde übel gefoult: Superstar Lionel Messi (M.)
© Miguel Gutierrez POOL via www.imago-images.de
Wurde übel gefoult: Superstar Lionel Messi (M.)

Im Gleichschritt marschieren Südamerikas Fußball-Großmächte Brasilien und Argentinien Richtung WM-Endrunde 2022 in Katar und heizen damit auch die Stimmung vor dem anstehenden Superclasico an.

Ein Brutalo-Foul gegen Lionel Messi und Endlos-Provokationen gegen Neymar brachten Südamerikas Fußball-Giganten Brasilien und Argentinien nicht vom Erfolgskurs Richtung WM 2022 ab.

Argentiniens Fußballblatt "Olé" betitelte es als "kriminellen Tritt", für "Clarin" war es "brutal", "La Nación" schrieb von einem "Beinah-Bein-Bruch": Als die Stollen von Venezuelas Verteidiger Adrian Martínez sich schnurstracks ins Schienbein von Lionel Messi bohrten, fuhr allen Betrachtern der Schreck in die Glieder.

Die schon gewohnten Jagdszenen gegen die Superstars der südamerikanischen WM-Qualifikation hätten um wenige Zentimeter ihr wohl prominentestes Opfer gefordert.

Neymar muss gar vom Platz gezerrt werden

Den Kontinent quer runter fast das gleiche Bild. Bis aufs Blut von seinen chilenischen Gegenspielern provoziert, musste gar ein Bodyguard der Selecao Neymar nach Schlusspfiff vom Platz zerren. Gebracht hat die Gewalt nichts: Brasilien fuhr in Chile mit dem 1:0 (0:0) seinen siebten Eliminatorias-Sieg - Startrekord - ein, und auch Argentinien hält dank des 3:1 (1:0) in Venezuela unbeirrt Kurs auf die WM-Endrunde 2022 in Katar.

Der Superclasico am Sonntag ist dennoch angeheizt. Die Revanche für das Copa-America-Finale vor 57 Tagen im Maracana, als Messi seinem Freund Neymar mit einem 1:0 die Heim-Party verdarb. Nach der gemeinsamen Barcelona-Zeit (2013-2017) sind die Spezis seit wenigen Tagen wieder bei Frankreichs Ausnahmeklub Paris St. Germain vereint. Am vergangenen Sonntag machte der Brasilianer beim 2:0 gegen Stade Reims dem Argentinier für dessen PSG-Debüt Platz.

Nun stehen sie wieder gemeinsam, aber als Gegner und noch weit von der Bestform entfernt, auf dem Rasen. In Caracas konnte Messi, nach Urlaub und Wechseltheater sichtlich außer Rhythmus, dem Spiel der Gauchos nicht seinen Stempel aufdrücken. In Santiago de Chile sahen einige der Fans der Selecao gar einen angeblich übergewichtigen Neymar.

Brasilien ohne neun Stammspieler

Dem 29-Jährigen dürfte es egal sein, schließlich ist die Selecao mit der Ideal-Ausbeute von 21 Punkten zwei Spieltage vor Halbzeit der Eliminatorias kaum noch vom WM-Kurs abzubringen. Und die Argentinier befinden sich sechs Zähler dahinter, aber auch sechs vor dem ersten Team außerhalb der Qualifikationszone ebenfalls auf einem guten Weg.

Bei der Rückkehr von Zuschauern in Länderspielen auf dem Kontinent stellte Brasilien vor der reduzierten Kulisse von 10.800 Fans dank des zur Pause eingewechselten Everton Ribeiro in der 64. Minute die Spiel- und Chancen-Anteile auf den Kopf.

Nationaltrainer Tite musste auf gleich neun potenzielle Startspieler verzichten, die von ihren englischen Arbeitgebern keine Freigabe bekamen, weil das Pandemie-Gebiet Brasilien auf der Insel auf der roten Corona-Liste steht.

Argentiniens Sieg in Caracas vor 6000 Augenzeugen wurde durch die Rote Karte des erst kurz zuvor eingewechselten Martinez (32.) erleichtert. Nach dem Brutalo-Foul gegen Superstar Messi münzten Lautaro Martínez (45.+2), Joaquin Correa (71.) und Ángel Correa (74.) die Überlegenheit der Gäste in Tore um.

18. Spieltag

  • Spielplan
  • Tabelle
30.03.2022 01:30
Peru
Peru
2
2
Peru
Paraguay
Paraguay
Paraguay
0
0
Venezuela
Venezuela
0
0
Venezuela
Kolumbien
Kolumbien
Kolumbien
1
1
Bolivien
Bolivien
0
0
Bolivien
Brasilien
Brasilien
Brasilien
4
2
Chile
Chile
0
0
Chile
Uruguay
Uruguay
Uruguay
2
0
Ecuador
Ecuador
1
0
Ecuador
Argentinien
Argentinien
Argentinien
1
1
    #MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
    1BrasilienBrasilienBrasilien17143040:53545
    2ArgentinienArgentinienArgentinien17116027:81939
    3UruguayUruguayUruguay1884622:22028
    4EcuadorEcuadorEcuador1875627:19826
    5PeruPeruPeru1873819:22-324
    6KolumbienKolumbienKolumbien1858520:19123
    7ChileChileChile1854919:26-719
    8ParaguayParaguayParaguay1837812:26-1416
    9BolivienBolivienBolivien18431123:42-1915
    10VenezuelaVenezuelaVenezuela18311414:34-2010
    • Qualifikation
    • Playoffs

    Torjäger 2020-2022

    #Spieler11mTore
    1BolivienMarcelo Moreno210
    2BrasilienNeymar48
    UruguayLuis Suárez58
    4ArgentinienLautaro Martínez07
    ArgentinienLionel Messi27